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PhLucas

1995-2004: Crazy Loop

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Das Crazy Loop war für mich seinerzeit eine ziemliche Überraschung in mehrfacher Hinsicht. Wir hatten in der Gruppe das Geschäft mehr zufällig entdeckt und einer der begleitenden Freunde und ich wollten 'mal schnell' eine Karussellfahrt machen, während die anderen sich was zu futtern besorgten. Gut versteckt im Innenhof hinter dem Häuschen war aber ein überraschend großer Anstellbereich der auch entsprechend gefüllt war.

 

Da wir den Crazy Loop so in richtig Breakdancer vermuteten, überraschte uns der Andrang schon ziemlich. Das setze sich fort, also uns vor der Fahrt Brillen und lose Gegenstände abgenommen wurden, was seinerzeit eigentlich nur im MC der Fall war. Das Ding hatte verdammt viel Speed. Die Intensität kam dann als eine Überraschung der angenehmen Sorte. Bei diesem Fahrgeschäft ergabt sich der Überschlag aus der Eigendynamik der Fahrt, das heißt ob er passierte und wie oft ließ sich nicht unbedingt vorhersagen, man konnte aber durch Gewichtsverlagerung im Sitz die Fahrteigenschaften mit beeinflussen.

 

Es zeigte sich, dass die Laurel & Hardy - Gewichtskombo, die mein Freund und ich in der Gondel erzeugten, ganz vorteilhaft war. Zwar hatten wir in der ersten Hälfte der Fahrt gar keinen Überschlag hinbekommen und sind immer im letzten Moment wieder zurückgefallen,  dann aber hatten wir plötzlich den perfekten Rhythmus gefunden. Möglicherweise einen zu perfekten, denn die Gondel hörte gar nicht mehr auf sich zu überschlagen. Selbst als das Fahrgeschäft schon wieder stand machten wir noch ein paar Umdrehungen, bevor wir aussteigen konnten, was sogar das anwesende Personal zum Lachen brachte.

Insgesamt seinerzeit das intensivste Fahrgeschäft für uns, wobei dieser spezielle Effekt vermutlich eher unüblich war. ;)

 

Unsere Freunde haben uns damals nicht glauben wollen, dass das Fahrgeschäft intensiver als jede Achterbahn des Parks war.

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Ich bin Crazy Loop nie gefahren, allen voran weil ich Schiss hatte. Damals in meinen jungen Teenagerjahren ging in meinem Bekanntenkreis auch das Gerücht um, dass Crazy Loop nicht sicher sei, dass dort wohl "öfters" auch Gäste rausgeschleudert wurden. Frage: War das alles Teenager-Folklore oder gab es diese Vorfälle wirklich? 

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Halte ich für genau das: Teenager Folklore. ;)   In Deutschland kannst Du kein Fahrgeschäft betreiben was wiederholt durch Personenschäden auffällt die nicht eindeutig menschlichem Versagen bzw. Fehlverhalten der Gäste zuzuordnen sind. Erst recht nicht als ein Park, der von seinem Ruf lebt.

 

Das Crazy Loop wurde seinerzeit von mehreren Mitarbeitern betreut - allein schon weil Dir Brillen, Tachen etc. da abgenommen wurden und das auch vom Personal gut kontrolliert wurde, zusammen mit den Sicherheitsbügeln. Die Bügel waren auch der Intensität des Karussells angepasst. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass da irgendjemand 'rausgeflogen' ist.

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Am 3.3.2017 um 18:56 schrieb Daryl:

Das Video zeigt soweit ich weiß die Fahrt in den Anfangsjahren ohne den namensgebenden "Loop". War es nicht so, dass das Fahrgeschäft einige Jahre später mit den eigentlichen Überschlagsgondeln umgebaut wurde?

Also erst ein Break Dancer und dann ein Shaker???

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Crazy Loop war ein "King Loop" von Fabbri.  Die Geschichten mit den rausfallenden Personen kommen vielleicht daher, dass anscheinend die Bügel wenige Zentimeter aufgehen konnten während der Fahrt. Ist mir persönlich aber nie passiert, ich fand nur die kleinen extra Bügel an den Knien unbequem .

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4 hours ago, fluessigbrot said:

Die Geschichten mit den rausfallenden Personen kommen vielleicht daher, dass anscheinend die Bügel wenige Zentimeter aufgehen konnten während der Fahrt. Ist mir persönlich aber nie passiert, ich fand nur die kleinen extra Bügel an den Knien unbequem .

 

Gibt es dazu irgendwelche halbwegs verlässlichen Quellen? Ansonsten hat das für mich den gleichen Stellenwert der typischen Mythen und Legenden. Es sei denn das technische Springen von einer Raste in die andere ist gemeint, wenn das Ding beim Start nicht ordentlich arretiert war (weswegen ja eigentlich vor Fahrtantritt immer nochmal an den Bügeln gezogen wird).

 

Das mit den Knien/Beinen stimmt, war sowieso eine recht enge Sitzfläche. Überkreuzen der Beine hat Bekannten geholfen die Situation angenehmer zu machen.

Edited by Druon Grawal (see edit history)

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vor 4 Stunden schrieb Druon Grawal:

 

Gibt es dazu irgendwelche halbwegs verlässlichen Quellen?  

 

Da hatte ich wohl noch diesen alten Thread auf FZPW im Sinn: http://freizeitparkweb.de/cgi-bin/dcf/dcboard.cgi?az=show_thread&om=1964&forum=DCForumID1

 

vor 4 Stunden schrieb Druon Grawal:

Es sei denn das technische Springen von einer Raste in die andere ist gemeint, wenn das Ding beim Start nicht ordentlich arretiert war (weswegen ja eigentlich vor Fahrtantritt immer nochmal an den Bügeln gezogen wird)

 

Genau das wird auch der Fall gewesen sein, nicht mehr und nicht weniger. Wenn ich mich recht entsinne, war unten am Bügel ein Pilzkopf der in eine Schiene an der Seite einrastete , ich weiß nicht ob das nur eine Zusatzsicherung war, aber die Rasten waren halt ziemlich weit auseinander.

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vor 19 Stunden schrieb holekiE:

Also erst ein Break Dancer und dann ein Shaker???

 

Kann man so sagen. Im Jahr 1995 eröffnete die Anlage unter der Namen Crazy Loop, hatte aber zu dem Zeitpunk noch keine Überschlaggondeln. Das Phantasialand bestellte bei Fabbri eine "King Loops" Anlage. Aber es wurde von Fabbri eine "Crazy Dance" Anlage geliefert. Gründe hierfür sind mir bis jetzt nicht bekannt. Die Anlage lief dann die Saisons 1995 und 1996 ohne Überschlag und wurde dann zur Saison 1997 mit Überschlaggondeln ausgestattet. Diese waren dann bis zur Schließung Ende der Saison 2004 im Einsatz.

 

Ich bin den Crazy Loop nur ein einziges Mal gefahren. Das Jahr weiß ich leider nicht mehr. Muss aber 1997 oder später gewesen sein, da zu dem Zeitpunkt schon die Überschlaggondeln dran waren.

 

Die Kuppel ist übrigens von 1983, wenn ich das richtig im Kopf habe. Bzw. die müsste noch älter sein, da es sich um das "Zelt" vom Cine 2000 handelt (Cine 2000 wurde ja breits 1978 eröffnet, ist nur für den Bau der Silbermine dorthin umgezogen). Dort war auch ab 1987 auch die Ausstellung über Siegfried und Roy drin. 

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16 hours ago, fluessigbrot said:

Da hatte ich wohl noch diesen alten Thread auf FZPW im Sinn: http://freizeitparkweb.de/cgi-bin/dcf/dcboard.cgi?az=show_thread&om=1964&forum=DCForumID1

 

Ja, der schildert ganz gut die typischen 'Rasten'-Problematik, aber eben auf sehr aufgeregte und übertriebene Art und Weise. Würde ich alles mit etwas Vorsicht genießen. Fakt ist - hätte es entsprechende Unfälle in Deutschland gegeben, wäre sie auch durch die Medien gegangen. Du findest selbst heute noch genug Informationen zu dem größten deutschem Kirmesunglück, als beim Dom im Hamburg der Kran vom Katapult in die Laufbahn des fahrenden SkyLabs geschwenkt wurde - und das war zeitlich bevor uns mit der großen Verbreitung des Internets völlig neue Kommunikationswege an die Hand gegeben wurden. ;)

 

Die Bügel würde man heute vermutlich eleganter und weniger geräuschanfällig realisieren, aber in Sachen Sicherheit habe ich bei guter Wartung keine Bedenken. Wer sich in Tarik, Colorado Adventure oder Talocan setzt, kann auch hier bedenkenlos zusteigen.

 

Was ich bei der Kuppel schade fand: Von Außen hatte man sie ja ans mexikanische Viertel angepasst. Wäre schon gewesen, wenn auch im Inneren die Dekoration dieses (oder meinetwegen auch ein anderes) Theme aufgegriffen hätte.

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Ich würde das ganze etwas nüchterner betrachten. Auch bei Flatrides sind die Bürgel doppelt gesichert. Zum einen mechanisch durch die Rasten und zum zweiten hydraulisch.

 

Das sich der Bügel dann noch bewegen läßt ist ganz normal. So wie es mit den 10 bis 15 cm beschrieben wurde halte ich für höchst unrealistisch. Holt mal den Zollstock aus dem Werkzeugkasten.

 

Dazu kommt noch, dass die Anlage nicht in Betrieb genommen werden kann, wenn nicht alle Bügel mind. eine gewisse Gradzahl geschlossen sind. Ferner geht die Anlage sofort in eine Störung, sollte sich aus irgendwelchen Gründen am Bügel was ändern und läuft sofort aus. 

 

So ist es auch bei den auf den Festplätzen reisenden Mondial Shake R4 und R5. Eine reisende Fabrri King Loops Anlage gab und gibt es in Deutschland bisher nicht. Der Crazy Loop war meines Wissens nach der deutschlandweit einzige und ist es bis heute. Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege. 

Edited by deface (see edit history)

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vor 10 Stunden schrieb Druon Grawal:

Was ich bei der Kuppel schade fand: Von Außen hatte man sie ja ans mexikanische Viertel angepasst. Wäre schon gewesen, wenn auch im Inneren die Dekoration dieses (oder meinetwegen auch ein anderes) Theme aufgegriffen hätte.

 

Das war der Entstehungsgeschichte des Mexikobereichs geschuldet, der im Grunde erst mit der Thematisierungskampagne 1997/1998 gegründet wurde, als alle unthematisierten Attraktionen im Umfeld der Hacienda und des Casa Magenaticas (ehemaliges Delfinarium, Jet-Bahnhof, Monorail-Snack, Condor, Crazy Loop) eine Mexiko-Optik übergestülpt bekommen haben.

 

Aber schade war es natürlich tatsächlich schon, wenn man vergleicht, dass man dem Delfinarium bzw. der Arena de Fiesta innen ja auch themengerechte Dekos verpasst hat. Ich würde es darauf zurückführen, dass man dem Cray Loop möglicherweise ohnehin eine nur ergänzende Bedeutung beigemessen hat. Seine nur kurze Existenz im Park und seine wenig ins Parkkonzept passende Art sprechen zumindest für diese Annahme.

Edited by Dingens (see edit history)

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Ziehmlich waghalsige Aussage, wie ich finde. Mir sind seit Auslieferung des ersten Mondial Shake 1992 bis heute nur zwei Vorfälle bekannt, wo die Gondel tatsächlich abgerissen ist. Davon nur einer in Deutschland, der andere in Belgien.

 

Wir alle wissen wann, wo und an welchem Geschäft es passiert ist, daher spare ich mir eine Zusammenfassung.

Jedenfalls wurde an den Geschäften seit dem Vorfall einiges gemacht. Nicht zuletzt wegen der neuen EU DIN Norm 13814...

 

Und wie bereits schon erwähnt kann man hier schlecht Rückschlüsse ziehen, da die Fertigungsprozesse bei Mondial und Fabbri nicht gleich sind. Sie müssen nur dem deutschen TÜV entsprechen. Und das war 1995 noch andres als es heute mit der neuen DIN Norm der Fall ist.

 

Ich will hier auch nichts schön reden. Die Unfälle sind passiert, zwei sind zwei zu viel. Aber aufbauschen muss man das Ganze nun auch nicht unnötig.

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Alleine an dem deutschen Geschäft waren es schon zwei, im näheren Ausland waren es auch bereits mehrere Vorfälle. Daher meine Aussage... Natürlich ist da einiges gemacht worden, es ging mir aber darum, das sowas wohl im Kopf der Leute hängen bleibt, auch bei Unfällen an ähnlichen Geschäften. Erst am Sonntag habe ich mehrfach Menschen gehört, die am XXL vorbeigingen und dabei über das Video sprachen, bei dem "da" eine Gondel abgerissen ist. 

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