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faulwurf

Rückstau Autobahn

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vor 1 Stunde schrieb Akribori:

[...] Ich bin der Meinung, diejenigen, die sich hier auf ihr Recht berufen, haben eher keinen Bock sich in die lange Schlange zu stellen.  Es ist zwar verständlich, aber nicht besonders nett.

 

Ich nehme das jetzt mal als glänzendes Beispiel für das was ich meine. Wenn ich alles richtig mache, dann machen die Leute auf dem Standstreifen es alle falsch. Und trotzdem bin ich der böse der keine Lust hat zu warten. Und wie Ruechrist es oben schon schrieb, genauso ist es auch wenn man bspw.  in der Baustelle 60 fährt. Es ist manchmal eine komische Welt. 

 

Da es hier keine wirklich gute Lösung gibt, werde ich wohl auch mal schauen müssen, wie ich diese Abfahrt an vollen Tagen am besten umfahre. 

 

 

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vor 21 Minuten schrieb faulwurf:

 

Ich nehme das jetzt mal als glänzendes Beispiel für das was ich meine. Wenn ich alles richtig mache, dann machen die Leute auf dem Standstreifen es alle falsch. Und trotzdem bin ich der böse der keine Lust hat zu warten. Und wie Ruechrist es oben schon schrieb, genauso ist es auch wenn man bspw.  in der Baustelle 60 fährt. Es ist manchmal eine komische Welt. 

 

Da es hier keine wirklich gute Lösung gibt, werde ich wohl auch mal schauen müssen, wie ich diese Abfahrt an vollen Tagen am besten umfahre. 

 

 

Es tut mir leid, dass ich Dir etwas unterstellt habe, natürlich kannn niemand kann von Dir verlangen, dass Du dich rechtswidrig verhält. Wenn Du 60 in der Baustelle fährst ist das schon ein bisschen was anderes. Jemand der bereits ne halbe Stunde in der Schlange vor der Abfahrt steht, ist natürlich nicht glücklich, wenn dann an der Abfahrt jemand von der Seite kommt und es dadurch für die hinteren noch länger dauert, die vielleicht schon ne lange Anfahrt hatten und kleine quengelnde Kinder hinten drin. 

Es ist Dein gutes Recht, aber dass die Leute genervt sind ist halt auch zu erwarten. 

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Ich bin beruflich ca. 1200km pro Woche auf Deutschlands Straßen unterwegs und finde es tatsächlich immer wieder krass, wieviele Menschen sich ihre eigenen Regeln machen! Es gibt eine StVO in der alle Dinge klar geregelt sind und nur weil man der Meinung ist daß ein anderes Verhalten grad besser zu der Situation passt, egal ob das jetzt ein Rückstau auf der Abfahrt, Tempolimits, Überholverbote oder was auch immer sind, bedeutet das nicht, daß man richtig handelt! Der Standstreifen darf NIE befahren werden, wenn es nicht ausdrücklich und sichtbar erlaubt ist oder man eine Panne hat, die ein Weiterfahren unmöglich macht! Und nur weil es viele trotzden machen wird es dadurch auch nicht richtig und Angst vor einem anderen Fahrzeug im Kofferraum zu haben, mag zwar nachvollziehbar sein, ist aber der falsche Ansatz, weil man eigentlich vom nachfolgenden Verkehr erwarten müsste, das dieser vorausschauend und vor allem rücksichtsvoll agiert! Heißt im Fall eines Rückstaus müsste normalerweise der nachfolgende Verkehr in den sauren Apfel beißen und mit entsprechend geringer Geschwindigkeit an dieser Stelle vorbei fahren. Ich weiß es sind viele Idioten auf den Straßen unterwegs, aber nichtsdestotrotz gibt es Verkehrsregeln, die man meiner Meinung nach auch einhalten sollte, egal ob man diese für sinnvoll hält oder nicht, sonst macht nämlich jeder was er für richtig hält und das Chaos ist vorprogrammiert.

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Bei 140km die ich täglich zur Arbeit und zurück fahren (und hauptsächlich Autobahn) habe ich schon einiges in den letzten 5 Jahren erlebt. Ich bin aber auch ganz ehrlich einer der dann auch immer die Standspur mitbenutzt und sich flüssig hinter den anderen Autos einreiht.

1. Behinderst du so den fließenden Verkehr nicht

2. Entgehst du dem Risiko, dass dir jemand hinten drauf knallt, falls du Schwierigkeiten haben solltest dich einzufädeln (passiert relativ häufig)

3. Ja, du behst damit nach StVO eine Straftat, jedoch hat die Polizei auch Ermessen und wird hier keine 20 Fahrer abstrafen + die die dazu kommen

4. Ist der Verkeht und der Stau somit meist nur zu den Stoßzeiten. Ist die Stoßzeit vorbei verschwindet auch wieder der Stau und somit die Schlage auf dem Standstreifen

5. Mir ist mein Leben wichtiger als 75 oder 300€ Strafe.

 

In Bonn zum Beispiel würde die A 526 erneuert und einer der Ausfahren (Richtung Bonn Bad-Godesberg) wurde um mehrere hundert Meter verlängert, da es sich hier jeden Morgen ebenfalls hundert Meter+ auf dem Seitenstreifen gestaut hat. Insofern gehe ich davon aus, dass an Verkehrskritischen Stellen es den Verantwortlichen schon lieber ist, wenn hier der Seitenstreifen mitbenutzt wird.

 

"Eine viel größere Gefahr sieht der Fachanwalt für Verkehrsrecht dagegen darin, den Seitenstreifen zu befahren: Autofahrerinnen und Autofahrer, die auf einer Autobahn unterwegs sind, rechneten nicht damit, dass sich von hinten ein Fahrzeug auf dem Seitenstreifen nähere..."

(https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-01/autobahn-verkehrsordnung-seitenstreifen-stau-ausfahrt)

 

Das Zitat mag erst mal für den normalen Verkeht stimmen. In Stausituationen grade an Ausfahrten ist dies meiner Meinung nach was anderes: Stehen bereits Autos in der Schlange auf dem Seitenstreifen fällt das Argument "kann man nicht von hinten damit rechnen" mal weg, da man die Schlange im Spiegel ja denk ich klar sehen sollte wenn man nicht blind ist.

 

vor einer Stunde schrieb faulwurf:

Da es hier keine wirklich gute Lösung gibt

Wenn man Gesetzestexte betrachtet muss man immer abwägen, ob dies so in entsprechenden Situationen durchsetzbar ist oder nicht. Meiner Meinung nach ist die Regelung hierzu überholt und sollte den Seitenstreifen als erweiterte Auffahrt zulassen. Pannenfahrzeuge können sich auch hier immernoch dazwischen an den Straßenrand begeben und sollten primär Vorrang haben.

 

EDIT:

vor 21 Minuten schrieb MatMiller:

nichtsdestotrotz gibt es Verkehrsregeln, die man meiner Meinung nach auch einhalten sollte, egal ob man diese für sinnvoll hält oder nicht, sonst macht nämlich jeder was er für richtig hält und das Chaos ist vorprogrammiert.

Verstehe ich. Ich halte mich auch möglichst immer an alle Verkehrsregeln und rege mich auch auf, wenn die wer nicht einhält. Hier ist es aber auch so, dass es die überwiegende Mehrheit so handhabt und es auch (meiner Meinung nach) die bessere Verkehrslösung wäre, wenn es entsprechend so geregelt wäre.

 

2. EDIT (da ich nicht mehr editieren kann): Ich meinte natürlich die A565 Abfahrt Poppelsdorf.

Edited by Kleator (see edit history)

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@Kleator Ich verstehe schon was du meinst, aber genau hier liegt die Krux der ganzen Sache, nämlich die gerne genannten Ausnahmesituationen. Die fangen an bei "das erscheint mir für den Moment sinnvoller" (persönliches Empfinden und nicht belegbar), gehen weiter bei "ich muss doch nur mal kurz..." etc. Es gibt einfach zu viele Situationen in denen man die Regeln missachtet, weil man sie gerade für unnötig oder überflüssig hält und ich behaupte einfach daß man dann genau das auch außerhalb dieser Ausnahmesituationen vermehr macht (der eine mehr, der andere weniger oder gar nicht) und schon haben wir Leute, die mal kurz in zweiter Reihe parken, weil die nächste Parkmöglichkeit zu weit weg ist und so weiter und so weiter. Das soll jetzt keine Pauschalkritik an allen Autofahrern sein, aber ich finde einfach Regeln sollten auch dann eingehalten werden, wenn man sie persönlich oder situativ für unnötig hält, weil genau das zu diesem Chaos auf den Straßen führt. Der eine verhält sich den Regeln entsprechend, der nächste nicht und der übernächste weiß nicht mehr ob er sich wie der erste oder der zweite verhalten soll. Das ist meiner Meinung nach nämlich - natürlich neben den ganzen Autolawinen - der Grund für viele Staus. Reißverschlussverfahren ist auch so ein Ding, das sich jeder anders auslegt, obwohl es dafür eine klare Regelung gibt.

 

Und daß man sich gefährdet fühlt, ist traurig genug, liegt aber auch wiederum darin begründet, daß zu viele ihre Geschwindigkeit nicht anpassen! Sowohl PKW als auch LKW-Fahrer. Das ganze könnte man hier noch ewig so weiterführen, aber ich sollte hier mal aufhören!

 

Ach und bevor jemand fragt: Nein, ich mache auch nicht immer alles richtig, aber ich bemühe mich!

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 75 Euro kommen übrigens nur zustande, wenn man den Seitenstreifen zum schnelleren Vorankommen nutzt, das ist hier ja nicht der Fall, also sind es wohl eher nur 10 Euro. 

 

Leider ist es nunmal so, dass Gesetzte nicht jede individuelle Situation regeln können, so ist es in Ausnahmefälle manchmal schon nötig davon abzuweichen. Ist immer die Frage in wieweit dies gerechtfertigt ist.  Das Parken in 2. Reihe z.B. , ich würde von keinem DHL Fahrer in Köln verlangen sich für jedes Paket einen Parkplatz zu suchen. Genau für solche Situationen hat die Polizei halt auch einen Ermessungsspielraum im Owi Bereich. 

 

Und wie wäre es denn, wenn alle auf der rechten Spur stehen würden? Dann wäre ein ellenlanger Stau vorprogrammiert, da es dann immernoch einige geben würde, die auf der linken Spur bis zum Anfang der Schlange fahren würden, um sich dann einzuordnen, dadurch würden auch die Autofahrer ausgebremst die gar nicht zum Phantasialand wollen. 

 

Ich denke eine Lösung kann eigentlich nur von Behördenseite gefunden werden. Aber alle als vermeintliche Gesetzesbrecher, die es mit Regeln nicht so genau nehmen, zu difamieren, weil sie nicht das Risiko eingehen wollen auf der Autobahn stehen zu bleiben um auf den Verzögerungsstreifen zu kommen, finde ich jetzt auch ein bisschen hart.

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vor 25 Minuten schrieb Akribori:

ich würde von keinem DHL Fahrer in Köln verlangen sich für jedes Paket einen Parkplatz zu suchen. Genau für solche Situationen hat die Polizei halt auch einen Ermessungsspielraum im Owi Bereich. 

Ist halt wie gesagt Situationsabhängig... Paketlieferanten ok (da kurze Stehzeit), aber für Warenanlieferung und PKW finde ich das nicht in Ordnung.  Aber bitte sich hier nicht voll auf die Fahrradspur stellen, das ist dann auch wieder gefährlich...

 

vor 25 Minuten schrieb Akribori:

wenn alle auf der rechten Spur stehen würden? Dann wäre ein ellenlanger Stau vorprogrammiert, da es dann immernoch einige geben würde, die auf der linken Spur bis zum Anfang der Schlange fahren würden

Gesetztlich ist dies ja so richtig, daher verteufel ich auch nicht, wenn das Leute so richtig machen. Einfach Abstand lassen, dann kann jeder gut und flüssig rein. Generell nehme ich mich der Situation an, welche die Mehrheit bervorzugt (damit schließe ich bspw. das Überholen auf der rechten Spur und etc. aus, da die meisten denk ich ja ordnungsgemäß auf der Rechten Spur warten).

 

vor 25 Minuten schrieb Akribori:

Lösung kann eigentlich nur von Behördenseite

Wie gesagt, Gesetze sind da um diese einzuhalten. Das ist auch gut und richtig so, sonst wäre so einiges im Argen. Manches weicht aber von der Realität ab, wenn hier das Gesetz zwecks Inneffizienz/Umsetzbarkeit nicht von der Mehrheit angenommen wird/kann (Bspw. hierzu wird sich das noch bei dem Thema Art. 13/17 in Zukunft noch zeigen).

 

vor 1 Stunde schrieb MatMiller:

Nein, ich mache auch nicht immer alles richtig, aber ich bemühe mich!

Ich denke mal 95%+ versuchen auch alles richtig zu machen. Aber ich denke, jeder hat so seine angewohnten Fehler die man auch unbemerk hier und da macht (angefangen bei Schulterblick, Geschwindigkeit, etc. ...).

Edited by Kleator (see edit history)

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Pragrah 1 StVO 

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder, mehr als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

 

Ich denke damit sind wir alle einverstanden.

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vor 40 Minuten schrieb Akribori:

 75 Euro kommen übrigens nur zustande, wenn man den Seitenstreifen zum schnelleren Vorankommen nutzt, das ist hier ja nicht der Fall, also sind es wohl eher nur 10 Euro. 

 

Wo steht das denn? Also mit nur 10 Euro?

 

Es handelt sich hier um eine Fahrbahnbegrenzung oder auch Standstreifen genannt. Dieser ist dafür da, dass man im Notfall bei einer Panne dort halten kann und somit nicht zum fahren. Was ist denn, wenn wegen der Abfahrt sich Rückstau auf dem Standstreifen von einem Kilometer bildet und ein weiterer Autofahrer tatsächlich eine Panne dann hat. Dieser hat nicht die Möglichkeit den Standstreifen dann zu nutzen.

 

Das richtige Verhalten bei Rückstau an der Abfahrt wäre, den Blinker rechtzeitig zu setzen und sich bei der Abfahrt auf die Spur einfädeln. Wenn da schon Rückstau ist, dann müsste man auf der normalen rechten Spur warten bis man reinfahren kann. Auch, wenn man sich auf den Standstreifen einordnet, um den anderen Verkehr nicht zu blockieren, ist es leider laut StVO falsch. Ob man es für sinnvoll erachtet, ist immer eine andere Sache.

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vor 42 Minuten schrieb Simisu:

Es handelt sich hier um eine Fahrbahnbegrenzung oder auch Standstreifen genannt. Dieser ist dafür da, dass man im Notfall bei einer Panne dort halten kann und somit nicht zum fahren. Was ist denn, wenn wegen der Abfahrt sich Rückstau auf dem Standstreifen von einem Kilometer bildet und ein weiterer Autofahrer tatsächlich eine Panne dann hat. Dieser hat nicht die Möglichkeit den Standstreifen dann zu nutzen.

Genau das hatte ich in meinem Beitrag eine seite vorher geschrieben. Da wird dir ganz anders wenn du auf den Standstreifen MUSST aber dieser besetzt ist.

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Ich denke, wir alle wissen inzwischen hinlänglich, was die StVO sagt. Sie kann aber nicht jedes erdenkliche Szenario perfekt abbilden. Im konkreten Fall regelt sie mehr oder weniger das Verhalten im Normalfall.
 

Sprich, wenn die Verzögerungsspur weitestgehend frei ist. Trifft die Sch** allerdings bereits den sprichwörtlichen Ventilator, liefert sie IMHO zwar eine rechtlich korrekte, aber risikotechnisch zumindest fragwürdige Lösung.

 

Nehmen wir mal den kritischen Grenzfall:

 

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- Verzögerungsstreifen voll. Kein Fahrzeug passt mehr. Verkehr steht dort.
- Blaues Fahrzeug hat ordnungsgemäß an der 300er Barke geblinkt und dort seine Geschwindigkeit auf ca. 80-100 km/h angepasst.

- Die beiden Fahrspuren fließen normal.

 

Wenn ich die StVO richtig sehe (und das scheint in diversen Quellen die gängige Auslegung zu sein), kann das blaue Fahrzeug nun regelkonform

 

1. zur nächsten Ausfahrt weiter fahren

2a. an dieser Stelle auf der rechten Fahrspur warten, bis die Schlange auf dem Verzögerungsstreifen weit genug vor gefahren ist, dass er sich selbst dort einreihen kann

2b. ähnlich zu 2a langsam/mäßig an der Schlange vorbei fahren, in der Hoffnung in eine Lücke zu scheren.

 

2a halte ich für absolut lebensgefährlich. Ich komme im normal fließenden Verkehr zum (für den nachfolgenden Verkehr auch schlecht vorhersehbaren) plötzlichen Halt und erzeuge unnötigerweise ein Stauende.

 

2b gibt etwas mehr Puffer, erzeugt aber immer noch einen recht plötzlichen Geschwindigkeitsunterschied zum nachfolgenden Verkehr von ca. 60-80 km/h

 

Ich würde mich hier jederzeit für die Standspur entscheiden. Angemerkt defensiv und umsichtig. Bewusst Lücken lassend.

 

Wenn die Schlange mehrere hundert Meter auf dem Standstreifen steht, ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Ich habe die weiter oben diskutierten Möglichkeiten, die allesamt etwas mehr oder minder abgeschwächte Variationen des Grenzfalles darstellen.

 

Plötzliches und starkes Reduzieren der Geschwindigkeit auf der fließenden Fahrspur ist immer die riskanteste Wahl!

 

HInzu kommt die Psychologie und Biologie. Das ist eine absolute Stress-Situation! Es werden Entscheidungen in Sekundenbruchteilen fällig, der Fluchtreflex setzt ein, Adrenalin fließt, etc. Ich habe schon so viele "Close Calls" an ähnlichen Stellen vor der Nase gehabt.

 

Noch ein Wort zum eigentlichen Sinn des Standstreifens: Ja, ich sehe das Problem im Pannenfall. Ich lehne mich aber jetzt so weit aus dem Fenster, das damit verbundene Risiko statistisch weit geringer einzuschätzen. Die obigen Situationen treten fast immer an Stellen mit (zumindest temporären) systematischen Problemen in der Verkehrsabflussregelung auf. Sprich: das ist ein dauerhafter Gefahrenpunkt.

 

Die Wahrschenlichkeit, dass genau an dieser Stelle jemand aufgrund einer Panne und ohne Ausweichmöglichkeit liegen bleibt, dürfte deutlich geringer sein als die eines schwerpunktbedingten Auffahrunfalls!

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vor 31 Minuten schrieb Schlussbremse:

Plötzliches und starkes Reduzieren der Geschwindigkeit auf der fließenden Fahrspur ist immer die riskanteste Wahl!

 

HInzu kommt die Psychologie und Biologie. Das ist eine absolute Stress-Situation! Es werden Entscheidungen in Sekundenbruchteilen fällig

 

Das wäre exakt meine Begründung, warum ich nicht das letzte Auto in der Schlange auf der Standspur sein möchte!

 

Wenn das Navi dem ortsfremden Belgier (die fahren traditionell katastrophal😜) gerade ansagt er soll in 500 Metern die Ausfahrt nehmen und er 50 m vor sich die Schlange auf dem Standstreifen sieht, möchte ich da einfach nicht stehen. Punkt.

Entweder es ist eine ausreichende Lücke bei der eigentlichen Abfahrt oder ich fahre vorbei... davon abgesehen komme ich mit der Jahreskarte eigentlich nicht in diese Situation, da ich entweder später anreise oder besser direkt an einem anderen Tag komme.😌

Edited by Woody8 (see edit history)

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Das Video kenne ich und es ist schon hart anzusehen, Der Fehler liegt natürlich hauptsächlich beim Betroffenen, was die Sache aber natürlich nicht schöner macht. Man sollte da was mitnehmen und im Zweifelsfall lieber weiter fahren als im letzten Moment und ohne Sicht rüber zu ziehen. 

 

Aber so richtig passt es zu der Situation hier nicht. Hier wäre ja bspw. noch Platz auf der Abfahrt gewesen um sich "anzustellen". Wäre die Abfahrt bereits voll, hätte es sich auf der rechten Fahrspur gestaut und der Unfall wäre vermutlich sogar gar nicht passiert. Aber wie gesagt, passt nicht zur Situation in Brühl. 

 

Was ich noch nicht klar verstanden habe, was sagt die StVO denn jetzt konkret? Muss man weiter fahren, wenn die Abfahrt blockiert ist oder darf man auf der rechten Fahrbahn stehen bleiben? 

 

 

Edited by faulwurf (see edit history)

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@Schlussbremse vielen Dank für die sehr gute Erläuterung. :)

 

Ich habe mich hier vorhin auch diesbezüglich mit einem ehemaligen Fahrschullehrer unterhalten. Er musste seinen Schülern selbstverständlich beibringen was die StVO sagt. Was ich selber in einer solchen Situation auch recht gefährlich sehe. Ich möchte nicht das letzte, blaue Auto sein, welches nicht auf den Verzögerungsstreifen passt. Im Zweifelsfall würde ich mich auch schon auf den Standstreifen einordnen, da ich den LKW sonst vor meinem geistigen Auge im Kofferraum sehe und mir mein Leben da doch viel lieber ist.

 

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Was ich dazu noch anmerken möchte:

 

Der Rückstau ensteht ja weil an einer Stelle die Kapazität geringer ist als die Anzahl der in diesem Zeitraum ankommenden Autos. Staut es sich nun auf der rechten Fahrspur statt auf dem Standstreifen ändert das nichts an der Länge des Stau. Ich habe ich als vorbei fahrendes Auto mit einer Panne aber ein noch größeres Problem. Der Standsstreifen ist zwar leer, von mir aber durch eine Blechlawine an PHL Besuchern getrennt.

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