Dem muss ich natürlich zustimmen: Auch beim Wintertraum werden Stücke eingesetzt, die nicht eigens für das Phantasialand komponiert wurden und die ich trotzdem sehr gerne höre. Diesen Punkt hatte ich beim Eröffnen des Threads tatsächlich nicht ausreichend berücksichtigt. Trotzdem hat die eigens komponierte Musik für mich einen besonderen Stellenwert. Das Phantasialand betreibt hier schließlich einen außergewöhnlichen Aufwand: Für Attraktionen und Themenbereiche wie Chiapas oder F.L.Y. entstehen richtige Kompositionen, teilweise mit großem Orchester eingespielt. Auch Stücke wie die Kaiserplatz-Illumination haben für mich einen ganz eigenen Charakter. Gerade seit Chiapas empfinde ich die musikalische Qualität als bemerkenswert hoch. Als Enthusiast entsteht daraus natürlich der etwas puristische Wunsch, dass das Phantasialand möglichst konsequent seine eigene Klangwelt erschafft. Dass das nicht überall und jederzeit möglich sein muss, ist völlig verständlich. Mein Problem beginnt eher dort, wo die Musik ins Alltägliche oder Austauschbare abrutscht, diese dann dominiert und man bei einem bekannten Dauerbrenner eher denkt: „Ach, nicht schon wieder.“ Gerade im Phantasialand möchte ich für ein paar Stunden eben nicht an Radio, Autofahrt, Einkaufszentrum oder Alltag erinnert werden. Genau deshalb schätze ich die eigene Musik so sehr: Im besten Fall hört man nicht einfach irgendein Stück – sondern Phantasialand. Und: Vielen Dank für's Willkommenheißen!