Bei der Ära Schmidt/Löffelhardt wären Investitionssummen, wie sie das Phantasialand jährlich tätigt, sicher der Grund für eine Herzattacke gewesen. Ich weiß nicht, wie du auf die Idee kommst, dass das Geld "nicht mehr locker" sitzt, aber wenn ich mir die jährlichen Umbauten und Investitionen ansehe, dann sehe ich da definitiv keinen Investitionsstau.
Mal als Beispiel: Universal Rocks ist Marktführer, was den Bau von Kunstfelsen angeht, bei meinem ehemaligen Arbeitgeber hatte ich mal erfahren, was so "ein bisschen Spritzbeton" für die Aufwertung eines Bereiches gekostet hätte. Und wenn ich das mal die Größe von Deep in Africa nehme, dann sind wir da locker bei einer Gesamtinvestition zwischen 7 bis 8 Millionen Euro, was alleine das Rockwork angeht. Dazu noch der Adventure Trail von Kinderland Parks, auch kein günstiger Anbieter für Spielplätze aller Art, aber nicht ohne Grund auch Marktführer im Premiumbereich. Da liegen wir auch grob kalkuliert bei 1,5 bis 2 Millionen Euro Investionsbudget. Also @flaffstar ist da mit seiner grob geschätzten Summe nicht weit entfernt.
Avoras in Wuze Town und der neue Kinderspielplatz beim Übergang zu Deep in Africa sind ebenfalls von Kinderland Parks bzw. von Kinderland Emsland, da ist eine unternehmensinterne Abgrenzung bei der Firma selbst noch mal gegeben, weil die auch normale Spielplätze auch für Städte und Gemeinden herstellen. Ich hab auf der Arbeit einen Katalog von denen liegen, was die normalen Spielplatzmodule so kosten, um es kurz zu machen: Spielplätze sind verdammt teuer.
Die neue Toilette in Berlin ist auch ein unterschätzter Kostenfaktor mal als Beispiel. Wer zu Hause schon mal sein Bad hat neumachen lassen, kann ja mal gerne die Zahl für eine Toilette und ein Waschbecken auf die Größe der neuen Toilette umrechnen. 😉
Für einen Park, den es finanziell schlecht gehen würde, sind das Zahlen, wofür andere Parks komplett neue Attraktionen bauen. Beim Phantasialand ist das Altstandpflege bei Attraktionen, die auch noch eine Zukunft haben. Und wenn wir uns mal anschauen, welche Attraktionen nur mit dem nötigsten gepflegt werden, dann sind das die Kandidaten, die in den nächsten Jahren als Abrisskandidat ganz weit oben stehen. Mit der Geisterrikscha holst du keine zusätzliche Besucher, dort Millionen für eine Investition in die Altbestandmasse zu pumpen, ist absoluter Nonsens. Da werden die Gelder eher dafür gesammelt, den kompletten Bereich zu überarbeiten. Und meiner Meinung nach, vollkommen richtig.