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Poetry Slam Phantasialand


Pearman
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Erst letzte Woche wurden wir durch den überaus tollen und weiterentwickelten Plan unserer Schule dazu gezwungen, als völlig überarbeitete Abiturienten zwei Texte für einen Poetry Slam im Rahmen des Fächer verbindenden Unterrichts (verbindend ist hierbei eher das falsche Wort, denn wir haben Deutsch mit Deutsch verbunden...) zu schreiben. Mir, als ein so großes lyrisches und poetisches Talent (Sarkasmus *hust*) fiel es natürlich alles andere als leicht. Dennoch bin ich nach einiger Zeit dazu gekommen, einen Text zustande zu bekommen, der von einer Attraktion aus dem Phantasialand handelt. Da ich ihn im Endeffekt garnicht mal so schlecht finde, möchte ich diesen nun hier mit euch teilen :D

Für euch dürfte es natürlich sehr einfach zu erraten sein, um welche Attraktion es sich hier handelt :ph34r:

 

Giftschlange mal anders

Eine der berühmtesten und gefährlichsten Giftschlangen ist hier in Deutschland zu finden, genauer gesagt, im Nordrhein-Westfälischen Brühl. Schon wenn man ihr näher kommt, bedrückt einen immer mehr das Gefühl, im tiefen afrikanischen Dschungel zu sein. Durch enge Wege hindurch, schlängelt man sich zu ihrer Höhle, während sie immer wieder über und unter einem her rauscht. In Häusern findet man immer wieder kurz Schutz vor ihr, bevor man sich weiter auf den Weg macht. Je näher man ihrem Zuhause kommt, umso höher geht der Puls, umso mehr wünscht sich der ein oder andere nicht diesen Weg eingeschlagen zu haben. Doch es gibt kein Zurück mehr, immer mehr Menschen strömen auf die Höhle zu, um vom Gift der Mamba zu kosten und sich von ihr mitreißen zu lassen. Vorbei an den ersten Felsen schlängelt sich der Weg nun auf die zwei Höhleneingänge zu. Einer für die besonders wagemutigen führt direkt zum Kopf, der andere zum Schwanz der Schlange. Bei einem Biss wirkt das Gift der Mamba sofort, doch mit steigender Höhe wird es immer intensiver. Plötzlich geht es mit einem scharfen Rechtsknick runter und das Adrenalin schießt in alle Gliedmaßen. Man krallt sich immer fester und fester, in der Hoffnung durch die hohen Kräfte nicht abgeworfen zu werden. Währenddessen rauscht die Schlange um eine Brücke des afrikanischen Dorfes und nimmt immer mehr Fahrt auf. Nach einer anschließenden Drehung um die eigene Achse, windet sie sich um einen Berg herum. Den entgegenkommenden Wasserfall, den man schon fast im Gesicht spürt, kann man nur für einen kurzen Augenblick erkennen, denn die Mamba ist bereits wieder abwärts unterwegs und verschwindet wieder im Dschungel. Über Steine hinweg und unter Wegen hindurch, schlängelt sie sich wieder ins afrikanische Dorf hinein. Dabei überrascht sie auch wieder Abenteuerlustige auf den schmalen Wegen, die sich zum ersten Mal oder auch erneut in ihre Höhle wagen wollen. Über und unter den schmalen Gassen zwischen Felsen und Gestrüpp, versucht sie den Anreisenden noch den letzten Mut zu nehmen. Doch auch die Abenteurer, die sich mit auf ihrer Reise befinden, lässt sie nicht unberührt. Denn es geht weiter in engen Kurven zwischen Felswänden hindurch, unter Wegen entlang und durch die dichte Wucherung des Urwaldes. Kurz vor ihrer Höhle, legt sie nochmal eine besonders scharfe Wende ein, um den bis jetzt noch stark gebliebenen die letzte Kraft zu nehmen. Sehr schnell bremst sie in ihrer Höhle ab und es bleiben nur noch die Dunkelheit und die einfache Erleichterung, den Höllenritt der Mamba unbeschadet überlebt zu haben. Nur noch wenige Meter, trennen die wagemutigen Abenteurer vom rettenden Ausgang, der ihnen wieder festen Boden und ruhige, langsame Bewegungen gibt. Durch den Ausgang hindurch, noch geblendet vom hellen Tageslicht, erkennt man in der Ferne wieder das Dorf, von dem die Abenteurer gestartet sind und wie es immer noch von der Mamba umschlungen wird. Doch die nächsten Wagemutigen warten bereits, um sich dem Gift der Mamba auszusetzen und sie zu bändigen.

 

Lasst mich wissen, wie er euch gefällt :D

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Von so etwas wie einem Poetry Slam hatte ich noch nie etwas gehört und hab mir deinen Vortrag deshalb mal durchgelesen. Das interessante dabei war, dass ich es nach und nach immer mehr ahnen konnte was ein Poetry Slam bedeutet was demnach auch vollkommen für deinen Text spricht. Er gefällt mir. Ein bisschen Kritik möchte ich dennoch mit einbringen. 

Der Text wirkt manchmal ziemlich wiederholende. So hast du die Wörter "wieder" und "rauschen" oft benutzt. Dann aber noch eine kleine andere Sache. Beim Poetry soll der Text ja vermutlich packend sein. So könntest du die Vorgänge, Gefühle usw  vielleicht etwas übertrieben darstellen, damit die Leute sich mehr vorstellen können dort zu sein. An manchen Stellen hast du das gut gemacht z.B "das Adrenalin schießt in die Gliedmaßen". 

Bei der Black Mamba z.B. Könnte man das Verb "kaltblütig" und für schluchtdurchfahrten so etwas wie "hauchdünn" oder "unausweichlich" benutzen. 

So würde ich es vielleicht versuchen aber wie gesagt, der ist schon ganz gut. 

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Ich hatte auch noch nie von einem Poetry Slam gehört. Aber es gibt ja Wikipedia. Man lernt echt nie aus. :)

Du hast meines Erachtens die BM recht gut dargestellt. Vor allem ging es mir während des Lesens dann so, dass ich Lust bekommen habe, damit zu fahren. Auch hast du meines Erachtens etwas Spannung erzeugt. Ich als Zuhörer hätte diesen Text jedenfalls recht unterhaltsam gefunden. Nicht jeder kapiert zwar, um was es sich handelt, da nicht jeder die BM kennt, aber das ist ja auch nicht so relevant.

Ich jedenfalls finde den Text gut. Verbesserungswürdig klar, da finde ich Tobis Vorschläge sehr schön, aber im Großen und Ganzen für das erste Mal gut. Respekt.

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Erst mal vielen Dank an euch für die netten Worte. Hätte nicht gedacht, dass es so super gut ankommt.

@Tobi Viele der Sachen die du bemerkt hast sind mir schon länger bekannt, was auch mit dafür verantwortlich ist, dass ich mich nicht als super Deutsch-Talent bezeichne :D

Aber ich werde schauen, ob ich vielleicht irgendwann wenn ich Zeit habe den Text mit Hilfe deiner Tips überarbeite :) Denn ich denke mit einigen netten anderen Worten die du teilweise als Beispiele gebracht hast, währe der Text nochmal ein wenig schöner zu lesen.

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