vor 2 Stunden2 h Von 2014 bis 2023 fand, bis auf zwei pandemiebedingte Aussetzer, die Java-Entwickler-Konferenz "Javaland" jährlich in der Off-Season im Phantasialand statt. Zuletzt hatten sich 2.500 Teilnehmer zwei Tage lang Vorträge rund um Softwareentwicklung angehört, waren in den knappen Pausen mit extrem leckeren Buffets vom Park verpflegt worden und hatten an einem Abend ein paar Stunden lang Gelegenheit, Achterbahn und Karussell zu fahren.Doch leider schwelte es schon länger, und bei der Planung für 2024 haben sich Park und Veranstalter dann endgültig überworfen - die Hintergründe wurden nie offiziell bekannt gemacht. Für 2024 und 2025 wurde eine Notlösung gefunden, die Veranstaltung fand am Nürburgring statt - wodurch die Teilnehmerzahlen drastisch einbrachen, 2025 waren es nur noch weit unter 1.000 Teilnehmer. Der Veranstalter stand mit dem Rücken zur Wand.Im Hintergrund liefen schon die ganze Zeit Verhandlungen mit dem Europa-Park, mit dem schließlich ab 2026 ein Fünf-Jahres-Vertrag abgeschlossen wurde.Letzte Woche war nun die erste Javaland im Europapark. Und wie war es nun?Nun, immerhin konnte auf Anhieb die Teilnehmerzahl wieder massiv erhöht werden - laut Angaben des Veranstalters waren es ca. 1.400. Insgeheim träumt der Veranstalter aber von 5.000 Teilnehmern - "im Europa-Park habe man mehr als genug Platz". Das wage ich im Moment aber stark zu bezweifeln. Es gibt zwar noch eine riesige Messehalle, die man nutzen könnte, aber es geht ja um Vorträge. Diesmal standen 11 Räume mit insgesamt 2.700 Sitzplätzen zur Verfügung. Im Vergleich dazu gab es 2023 im "viel zu kleinen" Phantasialand 8 Räume mit 4.950 Sitzplätzen ...Was ich dem Europapark hoch anrechne: die fehlende Einlasskontrolle. Das Phantasialand hat seinerzeit darauf bestanden, dass der Veranstalter bei jedem Zutritt zum Park das Ticket kontrolliert - was zu richtig viel Ärger führte, wenn innerhalb von 20 Minuten 300 Menschen vom Stock's zum Silverado wollten. Dem Europapark war das egal - Haupteingang und die Bereiche des Parks, die offen waren, waren halt offen, egal ob man Teilnehmer war oder nicht. Das hat extrem viel Zeit gespart.Aber ansonsten muss ich echt sagen: größer ist nicht unbedingt besser. Es gibt viele Java-Konferenzen, aber die Javaland stach für mich immer mit ein paar Alleinstellungsmerkmalen daraus hervor:das besondere Ambiente in einem Freizeitparkdie Verpflegungdie Fahrgeschäfte an einem AbendWas das Ambiente betrifft, finde ich beides vergleichbar. Im EP wie im Phl gab es eine Mischung aus nüchternen Tagungsräumen und dekorierten Sälen (wie z.B. dem 4-D-Kino).Die Verpflegung hingegen fand ich wirklich beschämend. Während das Phl zur Konferenz immer wahnwitzige Buffets aufgetischt hat, die zwar in den Parkrestaurants stattfanden, aber nichts mit deren normaler Speisekarte zu tun hatten, hat der EP ein paar Imbissbuden geöffnet, die es sonst auch gibt: Flammkuchen, Hamburger, Pizza, Bratwurst. Und zum Abendessen Schnitzel, Pizza und Nudeln. Mehr 08/15 geht wirklich nicht mehr.Die Fahrgeschäfte: nun, das hängt natürlich davon ab, was der Veranstalter zahlt. Nach zwei schlimmen Jahren war das Budget vielleicht nicht so groß. Und so kam es, dass nur eine einzige Achterbahn (immerhin Voltron), das Voletarium, Abenteuer Atlantis und der Aussichtsturm für 2 Stunden geöffnet hatten. Im Phl hatte man immer 4 Stunden Zeit, mehrere Achterbahnen und andere Attraktionen. Das war schon ein gewaltiger Unterschied.Alles in allem bin ich zwar froh, dass die Javaland endlich wieder in einem Freizeitpark stattfindet - aber ich werde, glaube ich, nie verschmerzen, dass sich das Phantasialand diesen Fisch hat von der Angel springen lassen.
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