Puh, ich fürchte, das könnte in diesem Bereich wirklich schwierig werden. Ich frage mich grundsätzlich, ob etwas so Spektakuläres und Einzigartiges überhaupt zum Fantasy-Bereich passt. Fantasy wirkt auf mich eher verspielt, verwurzelt und charmant-niedlich. Dazu kommt: Der Bereich hat eine recht komplexe Hintergrundgeschichte, die sehr spezifisch auf ihn zugeschnitten wurde. Das Gute daran ist, dass diese Geschichte nirgendwo explizit erzählt wird – sie dient wie so oft nur als thematisches Fundament im Hintergrund. Genau das ist aber auch das größte Problem: Ein Darkride braucht eine gute Geschichte, um wirklich gut zu sein. Wenn man also tatsächlich einen Wasser-Darkride baut, steht man vor einer echten Herausforderung: Wie integriert man eine Storyline, die nicht stört, sondern sich anfühlt, als wäre sie schon immer da gewesen? Die Wuze sind nachtaktiv – theoretisch könnte man damit etwas über Indoor-Szenen erzählen. Aber ein kurzer Darkride-Part begrenzt das natürlich stark. Wie erklärt man die Bootspassage davor und danach glaubwürdig, was soll überhaupt passieren? Vielleicht biegt man irgendwie falsch ab, gerät aus Versehen in eine Höhle oder ähnliches. Das ließe sich bestimmt irgendwie begründen – die Frage ist, wie überzeugend das gelingt. Denn am Ende bin ich überzeugt: Ein wirklich mitreißendes, immersives Erzählerlebnis – bei dem man sich wirklich in eine andere Welt versetzt fühlt – ist die größte Herausforderung. Und genau das ist es, was bei einem Darkride die Leute wirklich vom Hocker haut. Ich arbeite persönlich gerade an ein paar groben Konzepten für eine neue Attraktion im Fantasy-Bereich (und einigen anderen Parks), weil ich das gerne als besondere Lernleistung im Abitur einreichen möchte – das bringt mir später im Studium Vorteile. Und dabei ist mir aufgefallen, wie schwierig es ist, die Fantasy-Storyline sinnvoll so zu erweitern, dass eine einfache, familienfreundliche Geschichte entsteht, die man in einem Darkride versteht und mitfühlen kann. Die einzigen im Bereich sichtbaren und bekannten Charaktere sind Phinie, Hack und Buddle. Ich habe locker fünf verschiedene Ansätze entwickelt – aber alles ist entweder zu komplex oder nicht familienfreundlich genug. Mit der Space-Halle bin ich schon etwas freier. Man könnte etwas Fluoreszierendes gestalten, Wuzetown erweitern oder einen komplett neuen Themenbereich schaffen – zum Beispiel ein zweites, verschollenes Volk (wird natürlich immer origineller...). Was einen Darkride meiner Meinung nach wirklich gut macht: Eine simple, verständliche Story mit einem klaren, großen Ziel Immersives Eintauchen in die Welt Liebe zum Detail Nachvollziehbare, sympathische Charaktere Das Gefühl, dass hier echte Leidenschaft eingeflossen ist Eine der vielversprecheren Ideen, die ich hatte: Ein vermenschlichter Antagonist – etwa ein Fuchs – stiehlt die Eier eines Vogels, den die Wuze verehren (Stichwort: Avoras). Der Gast muss die Eier retten, und am Ende schlüpfen niedliche Vögel. Mit einem Multi-Dimension-Mover von ETF hätte man da viele Möglichkeiten, vor allem bei Langer Fahrzeit.