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PhantaDad2017

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  1. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Spekulationen/Wünsche

    Ich seh auch keinen Grund, weshalb FJP weg sollte. Es ist die neueste Attraktion in China. Man sollte ihn besser präsentieren, die Geschichte verständlich machen. Dann könnte er vielleicht sogar qualitativ in die Nähe der Villa Volta kommen.
  2. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Rookburgh

    Diese Blumendeko fand ich unterwegs in einem alten Gewerbegebiet... schöner Kontrast in einer doch nicht sehr attraktiven Umgebung. Sowas könnte man auch in Rookburgh machen, nur weniger "schrottig". Wenn die Rohre z.B. noch auf beiden Seiten stehen würden.
  3. PhantaDad2017

    WiWo: Phantasialand „Deutschlands bester Freizeitpark“? Nein!

    Gerade die Orientierung finde ich im PHL am einfachsten. Klar definierte Themenbereiche, kurze Wege, einer der wenigen Parks, der keine Transportmittel braucht, um Besucher durch den Park zu karren. Dagegen ist das bei Efteling einer der wenigen Kritikpunkte: in dem weitläufigen Park sind Attraktionen nicht immer leicht zu finden, und er hat auch keine echten Themenbereiche; alles läuft unter dem großen Thema Märchen. Wenn man ein Bild von Black Mamba, Taron oder Winjas sieht, kann man sich sofort denken, zu welchem Themenbereich sie gehören. Aber Baron 1898, Fata Morgana und Symbolica in Reizenrijk, Anderrijk oder Fantasierijk einzuordnen, ist ohne Hinweistext nicht möglich. Das ist einer der wenigen Schwachpunkte von Efteling, und Vorteil des PHL. Die Weitläufigkeit fehlt dem PHL nunmal, und es kann daher auch nicht die Besucher mit ausgedehnten Spaziergängen durch Parkanlagen beschäftigen, statt dass sie Attraktionen belegen oder stumpf in Warteschlangen stehen. Ich denke, der besagte Artikel ist einfach auf vielen bekannten Schwachpunkten des PHL herum geritten, wie TotNH und GR, und hat nach anderen Kritikpunkten gesucht.
  4. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Spekulationen/Wünsche

    Für eine China-Renovierung sprechen die bekannten Hinweise (RQ-Eingang, Tibet-Symboliken, aber auch der von der restlichen Silbermine belegte Platz: Wenn der nicht mehr für technische Anlagen, Lager, Werkstätten usw. gebraucht wird, kann man endlich mehr Attraktionen in dem Bereich schaffen. Und am derzeitigen GR-Gebäude kann man höher bauen. So, dass an der gleichen Stelle Futterbuden und der GR Nachfolger sind. Für die Colorado und Tikal erwarte ich allerdings keine grundsätzliche Umthematisierung, etwa als eine Art Expedition Everest. Die CA ist schon deutlich über 20 Jahre alt, es wäre riskant und könnte schlimmstenfalls als zweiter TotNH enden, und vor allem ist der Park faul, was Änderungen an älteren Attraktionen angeht. Und es ist noch der ganze Rest von Wildwest da, auch das Silverado Theater. China und die Western-Reliktecke (CA, Silverado, Tikal) ab 2019 umbauen wäre doch etwas viel am Stück. Ich vermute, real wird sich an der Colorado nichts wesentliches ändern, bis sie hoffentlich erst in fernerer Zukunft ein ehrenhaftes Ende findet, wie die Wildwasser-Bahnen. Nur Silverado/Jump! könnte ein Kandidat für eine baldige Änderung sein, auch, weil die Fassade immer noch den alten Kunstfelsen-Look hat.
  5. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Spekulationen/Wünsche

    Bei der Colorado (und dabei wohl auch Tikal) wäre die Frage: in welche Richtung? Und was geht mit nicht sehr hohem finanziellen Aufwand? Weiter als Western-Relikt lassen, eine echte mexikanische Thematisierung draus machen, oder ein Mischthema, wie ich es als "Pueblo" bzw. "Mesa Verde" bezeichne; zu letzterem würde sogar noch der Name passen. Mit Tikal hatte der Park defacto eine neue Westernattraktion zur Colorado gebaut: eine Goldmine, die aber nach einer Maya-Stadt im Dschungel von Guatemala benannt ist. Beim Temple-Komplex ist nicht mehr viel zu machen: HT/TotNH vergammeln seit langem, das Gebäude, der erste größere Indoor-Komplex im Park, passt nicht mehr und geht scheinbar mit allem darin einem gemeinsamen Ende entgegen. Zum Umbau 2001 herrscht ja wohl Einigkeit, dass das gegenüber dem Space Center keine Neubelebung, sondern eine Zerstörung war. Was durch die faktische Aufgabe und Nichtreparatur der verbleibenden Effekte endgültig wurde. Bei dem Ding kommt das PHL nicht um einen großen Kraftakt herum; im kritischen Fall könnte es anstelle des Gebäudekomplexes erst mal eine offene Fläche mit Fahrgeschäften machen (mit der Option einer späteren, komplexen Indoor-Anlage anstelle von TotNH/HT/Fantissima). Die GR kann ich gerade wegen der unterirdischen Anlage ganz schlecht einschätzen, wie aufwändig und teuer da Renovierungen wären. Sei es nur in der Gestaltung, am Fahrsystem oder womöglich Abriss und Neubau. Ich vermute aber, dass aufgrund des Alters auch das Fahrsystem ausgetauscht werden müsste.
  6. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Spekulationen/Wünsche

    Es ist denkbar, dass der Park die Bauten aus dem laufenden Betrieb finanziert, aber die günstigen Kredite sind ja auch ein Hebel, wie man mehr rausholen kann. Andererseits riskiert der Park, dass er zu einem zinsmäßig ungünstigen Zeitpunkt investieren muss. Gerade bei GR und TotNH dürfte die kalkulierte technische Lebensdauer ablaufen, wo dann, wie beim alten Auto, sich teure Verschleißteilreparaturen häufen oder zentrale Teile ausfallen, deren Reparatur sich wirtschaftlich nicht mehr lohnt. Oder es gibt keine Ersatzteile mehr. Anderenfalls könnte der Park Altattraktionen wiederbeleben, wie es auch der Europapark mit Universum der Energie/Madame Freudenreich und mit Jim Knopf gemacht hat. Wären Temple oder GR zum Zeitpunkt hoher Zinsen 20 Jahre alt, wäre eine Überholung absolut sinnvoll, vielleicht auch einige der hier oft genannten Bastel-Improvisationen, sofern es da nicht grundsätzliche Hindernisse (TÜV, Brandschutz usw.) gibt. Jetzt muss man aber wahrscheinlich jeden Tag mit fatalen Defekten rechnen. Es kann natürlich immer noch sein, dass der Park dann entsprechend kleinere Investitionen aus dem laufenden Betrieb finanziert. Dann kämen eben anstelle des Temples vielleicht nur ein paar aufgemotzte Kirmesfahrgeschäfte hin.
  7. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Spekulationen/Wünsche

    Im Moment sind Kredite/Hypotheken billig, wenn die Attraktionen innerhalb der Zinsfestschreibung (5-10 Jahre?) abgezahlt sind, völlig risikolos. Vielfach sind die Zinsen im 1%-Bereich, früher waren sie fast immer deutlich über 4%. Da eine Steigerung der Zinsen erwartet wird, ist es sinnvoll, jetzt noch richtig viel zu investieren. Wenn es in ein paar Jahren wieder 5-6% sind, werden die gesamten Finanzierungskosten locker mehrfach so hoch. Ich gehe davon aus, dass bei Freizeitpark-Attraktionen die Kosten nicht annähernd so stark mit der Verfügbarkeit billiger Finanzierung steigen. D.h. das PHL kann sich wirklich mehr leisten als früher. Gewöhnliche Einfamilienhäuser kosten ja mittlerweile schon mindestens 400000, eher 500000€, weil es bei sehr niedrigen Zinsen finanzierbar ist. Wenn die Zinsen wieder auf über 5% steigen, wäre sowas für die meisten nicht mehr finanzierbar; wer jetzt 1000€ Zins im Monat zahlt, müsste dann 3000 und mehr zahlen, im Monat. Daher werden Immobilienpreise mit steigendem Zins wieder fallen. Freizeitparks müssen dann schlicht kleinere Brötchen backen, dann gibts eben kein Chiapas, Klugheim oder Rookburgh mehr, das würde mit steigendem Zins nicht billiger, sondern nur noch sowas wie das originale River Quest, oder die ganzen Standard-Fahrgeschäfte.
  8. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Rookburgh

    Die Idee, die ich vorher schon auf "Achterbahnkraft" gesehen hatte, hat nur einen Haken: das Hotel dürfte baulich nicht mit der Bahn verbunden sein. Sonst wäre es voller Lärm und Erschütterungen. Selbst bei der besten Dämpfung würde es vibrieren und wackeln. Nachts vielleicht nicht so schlim, aber der eine oder andere will sich vielleicht auch mal tagsüber ausruhen.
  9. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Rookburgh

    @shareef don't like it Ich denke, Steampunk und Industrial sind viel zu verschnörkelt für Schotter- und Gabionen-"Gärten". Die haben als zentrales Merkmal die graue Tristesse, Sterilität und oft die "klaren Linien" und geometrischen Formen. Themen, die dazu passen würden, wären etwa die "Grauen Herren" aus Momo, die Menschen zum Zeitsparen anhalten, wodurch deren Leben hektisch und freudlos wird. Oder einer dieser Halloween-Kinderfilme, wo alles trist, grau und eckig wird und die Protagonisten das Licht in einem großen Kürbis anzünden müssen, um das zu beheben (ich finde gerade nicht den Titel). Die "grauen Herren" werden auch recht häufig auf der verlinkten Facebookseite "Gärten des Grauens" angeführt. Wenn Schotter in einer Steampunk-Welt, dann als Untergrund für Eisenbahnschienen, auf denen tolle, metallene Dampfzüge fahren! Woran ich beim Gegensatz Rookburgh-Wuzetown denken muss, ist die Spielreihe Dark Project/Thief: Da sind die gegensätzlichen Gruppen der Hammeriten bzw. Mechanisten, die naturfeindlich sind und eine Steampunk-Welt aufbauen, andererseits die Heiden, die wahlweise Hippie-Aussteiger bis militante Zivilisationsgegner darstellen. Ich bin mir sicher, dass Rookburgh ein Gegenpol zur verniedlichten Naturwelt der Wuze wird, aber es darf auch nicht trist werden. Im viktorianischen England, und im Europa des späten 19. bis frühen 20. Jahrhunderts, worauf Steampunk basiert, gab es durchaus auch Gartenkultur und romantische Kontrastbewegungen. Daher gehe ich davon aus, dass es in Roohburgh durchaus ein paar bunte Blumen im Industrie-Setting geben wird. Oder künstliche Deko mit Farben und Schnörkeln, aber eher nicht die graue Tristesse der Schottergärten.
  10. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Charles Lindbergh (Hotel)

    Anscheinend wird das, was gerade hinter dem Maus au Chocolat, als Fortsetzung der Wuze-Wand entsteht, ein Hauptteil des Hotels. Bei der Rampe, die entlang des Wuzetown Indoor-Bereichs runter führt, entsteht gerade noch eine Ziegel- oder Steinfassade, die nicht zu den Zeichnungen des Hotels passt, also wohl was anderes darstellt. Das Hotel wird nicht viel Platz, vor allem nicht viel Grundfläche einnehmen. Ich vermute, dass in der Mitte des Bereichs keine Hotelbauten sein werden, also über den langen, diagonalen Launch-Strecken. Irgendwo da kommen die "Airrail Comp." und der Zeppelin hin. Und der Bereich an der Berggeiststraße ist noch gar nicht erkennbar; auch die Schienen und Stützen sind da noch nicht verbaut. Bei der komplexen Bauweise und den Zeppelin-Bildern muss ich irgendwie an den Cargolifter denken. Den hätte man, wenn er denn gebaut worden wäre, wahrscheinlich gut dafür gebrauchen können.
  11. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Rookburgh

    Die meisten Besucher aus dem Ruhrgebiet dürfte das Industrial-Setting heute nicht mehr an die reale Arbeitswelt erinnern. Die Kohle ist spätestens seit den 1980ern kaum noch von Bedeutung und wurde, wie auch Stahl, nur noch durch Subventionen künstlich am Leben erhalten. Mir kamen beim Baron 1898 jedenfalls durchaus Nostalgiegefühle auf, was man sich zu Kinderzeiten unter Ruhrgebiet vorstellte. Gerade, weil da verschiedene Details echter Kohlezechen eingearbeitet sind. Was nicht ausschließt, dass man es einfach geschmacklich nicht schön findet. Der Name SteamPUNK deutet aber auch an, dass es um völlig unrealistische Übertreibungen geht: "punk" bedeutete ursprünglich mal "verfaultes Holz" oder "Unsinn", als Adjektiv "schäbig" oder "verrottet", und irgendwann kam dann mal die Subkultur mit Thrash-Kleidung, Irokesenschnitten und bunten Haaren. Auch wenn Steampunk auf Retro-Futurismus basiert, etwa auf Vorhersagen für das Jahr 2000, wo die Luft voller Zeppeline ist und überall Dampfloks fahren, ist vieles auch daran gemessen völlig übertrieben. Der Filmtrailer von "Mortal Engines" ist da ganz charakteristisch, ebenso die ganzen Bilder, die man unter dem Stichwort findet: Jumbo-Jets mit qualmenden Schornsteinen, wie Ozeandamper, riesenhafte Loks mit zwei Dampfkesseln übereinander (vor ca. 1 Jahr, mittlerweile findet man vor allem Klamotten und Nippesgegenstände). Da Freizeitparks in ihrer Thematisierung nicht immer 100% genau sein müssen, haben sie auch Spielraum. Für das Hotel CL gehe ich auch von einem Höhenthema aus: Panoramafenster und verglaster oder vergitterter Boden, so dass man auf den Themenbereich runter schauen kann. Die oberen Etagen könnten schon eine gewisse Schwindelfreiheit voraussetzen. Es sind die höchsten Gebäude im Park, wo man sich oben aufhalten kann (also ohne MC), zumindest, wenn es das neue Gebäude hinter dem Maus au Chocolat, die Fortsetzung der Wuzetown-Wand ist. Wenn es mehrere Gebäude werden, könnten sie über Skyways und die in den Artworks zu sehenden Zugbrücken verbunden sein. Es gibt wohl noch Spielraum, ob es nun ein "hässlicher" Metallkomplex wird, oder ob es Glas-Metallkonstruktionen gibt, in der Art wie das Dach des Kölner Hauptbahnhofs, oder wie der frühere Kristallpalast in London. Wenn man das Ganze mit bunten Elementen, Grün und Blumen dekoriert, kann man auch ein zu tristes und hässliches Aussehen verhindern. Und irgendwo kommt ja auch noch ein großer, dicker Zeppelin hin, was auch immer darin ist, den man auch über hohe Gänge erreichen kann.
  12. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Rookburgh

    @Titschi Mit den Architektur-Themen beschäftige ich mich manchmal hobbymäßig, beruflich hab ich nicht damit zu tun. Bei mir zuhause wurde früher viel auf die Bausünden, vor allem der 1950er und 60er, geschimpft. Der Brutalismus hat ein paar interessante Bauwerke für Liebhaber hervor gebracht, für verbreitete, lebenstaugliche Architektur ist er aber allenfalls eingeschränkt geeignet. Ich schau mir aber gerne mal sowas wie Mariendom Neviges, Rathaus Bensberg, neue Moschee Köln Ehrenfeld an. Beim Garten kämpfe ich selbst im Privaten dafür, dass er etwas ökomäßig bleiben kann und nicht komplett "ordentlich" als Parkplatz, Kunstrasen oder Schotterwüste endet. Daher stören mich die Schutthalden auf früheren Grünflächen, es ist einfach nur eine völlig unnötige Verschandelung und Zerstörung; selbst ein "Unkrautdschungel" ist dagegen noch besser (für Insekten, Igel, Vögel usw.). Steampunk ist wahrscheinlich kein Hype, das wäre zu kurzfristig, sondern schon ein längerfristiger Trend, einfach ein romantisierendes Retro-Feeling. Gerade das Ende des Steinkohlebergbaus passt jetzt gut dazu. Wildwest war ja auch kein Hype, sondern wurde mit Karl May-Literatur langsam aufgebaut und erreichte in den 1960ern und 70ern mit den ganzen Westernfilmen und -Serien seine Hochphase. Endgültig tot ist das Westernthema immer noch nicht, aber längst nicht mehr so zugkräftig. Ich glaube, dass Rookburgh durchaus langfristig erfolgreich sein wird. Noch ist nicht klar, wie die einzelnen Attraktionen und das Hotel genau aussehen. Wobei im Vergleich Berlin vielleicht am wenigsten über die Zeit verändert wurde. Das Main Street Konzept ist im Grunde dasselbe geblieben. Auf dem ältesten Bild sehen vor allem die Häuser nach billigen Kulissen aus, auf dem zweiten ist es viel detaillierter und grüner, dafür fehlt die Pferdestraßenbahn. Letztlich wurden aus Platzgründen Neptunbrunnen und Brandenburger Tor durch Fahrgeschäfte ersetzt. Der Charakter hat sich allerdings nicht grundsätzlich verändert. Bei Klugheim wird vielleicht das ganz düstere Erscheinungsbild, von der Bepflanzung her etwas aufgeweicht. Beim Hotel Charles Lindbergh könnte allerdings der erste Eindruck nach Eröffnung entscheidend sein - wenn wesentliche Dinge schief gehen, kann sich der Negativeindruck so enorm verstärken. Vermute ich zumindest.
  13. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Rookburgh

    Risiko Steampunk (längerer Rant): Ich denke, es gibt ein gewisses Risiko, was die dauerhafte Attraktivität des Steampunk- bzw. Industrial-Themas angeht. Im Moment es sicher populär und wird es auch die nächsten Jahre bleiben. Aber, und da denke ich auch an die Dinge, die über Rookburgh schon bekannt sind: einiges in diesem Stil würde man von Natur aus hässlich bis dystopisch finden. Wenn man Rookburgh so vor 40 Jahren präsentiert hätte, dann hätten viele Leute einem wahrscheinlich einen Vogel gezeigt. Denn damals war vor allem das Ruhrgebiet, wo immer ein nennenswerter Teil der Kundschaft herkam, noch echtes Industriegebiet. Viele Menschen gingen täglich durch reale Fabriktore, die dem Rookburgh-Eingang in Berlin ähnelten. Und der Entwurf des Hotels ähnelt realen industriellen Anlagen, Fabriken, Tanks, Kesseln, vielleicht Stahlwerken, aus jener Zeit. Das PHL balanciert auf Messers Schneide, indem es enge Kessel- und Röhrenquartiere mit Schottentüren als authentisches Steampunk-Erlebnis verkaufen will. Heute kann man sowas verkaufen, weil sich der Alltag geändert hat und man daher -real kaum noch existierende- Fabrikgebäude und Anlagen aus verrosteten Stahlbehältern und Rohren als romantisches Abenteuer hinstellen kann. Vermutlich würden aber viele Leute ohne diesen aktuellen Steampunk-Trend das Hotel einfach nur hässlich finden. Es gibt die "schöne" Steampunk-Ästhetik, aus Verfilmungen von Jules Verne oder der "Zeitmaschine", mit Apparaten aus glänzend lackiertem Holz und poliertem Messing, mit Luftschiffen aus Stoff und mit merkwürdigen Apparaturen, und natürlich der typische 19.Jahrhundert Steampunk-Kleidung. Aber eben auch die "hässliche", mit Fabrikqualm, verrußten Fassaden, hässlichen Kessel- und Rohrgebilden aus rostigem Eisen, und nicht zuletzt geknechteten, im Elend lebenden Arbeitern. Der Hotel-Entwurf geht eher in letztere Richtung, arbeitet mit dem wohligen Schauder der Dystopie eines "Menschensilos", lehnt sich optisch eher an ein U-Boot an, als ein Luftfahrzeug, wo in der Realität alles vor allem leicht sein musste und schwere Stahlrohre und Schottentüren daher keinen Platz gefunden hätten. Da so eine Themenwelt immer mit Assoziationen und Narrativen arbeitet und nur wenige recherchieren, wie Kabinen in Luftfahrzeugen wirklich aussahen, sehe ich in solchen Ungenauigkeiten kein größeres Problem. Das Industrial-Setting stimmt schließlich. Aber kann da vielleicht der hässliche und dystopische Anteil durchschlagen? Vielleicht kurzfristig, wenn Einrichtungen nicht den Erwartungen der Besucher entsprechen, oder aber längerfristig, wenn die Steampunk-Begeisterung wieder abflaut und hässliches auch als hässlich gesehen wird. Es gibt derzeit einige bizarre Trends, wo Dinge, bei denen man sich ästhetisch die Hände überm Kopf zusammenschlägt, modisch sind: Ein Beispiel ist das wiedererwachte Interesse am Brutalismus in der Architektur, also den groben Betonklötzen vorwiegend aus den 1960ern, die jahrzehntelang als Bausünden und soziale Brennpunkte galten, seit einigen Jahren aber wieder trendy sind. Oder die Gärten des Grauens: Grün durch Schotterflächen, wie Bahndämme ohne Schienen, ersetzt, ein paar Steinstelen oder wenige, streng geschnittene Formgehölze rein; abgegrenzt wird es durch Stabgitterzäune und Gabionen (mit Steinen gefüllte Metallkäfige, "Vertikalschotter"). Sieht dann aus wie Knasthöfe oder geheime Foltergefängnisse in der Wüste Afghanistans, ist aber ein grassierender Trend, der ganze Neubaugebiete ergrauen lässt. Es ist abzusehen, dass sich die Leute dafür in wenigen Jahren nur noch schämen und das loswerden wollen. Ich will nicht behaupten, dass der Industrial-Stil schnell ins Negative umschlägt; noch lässt es sich als verklärte Vergangenheit betrachten, vielleicht auch dauerhaft. Im Gegensatz zu mit Schotter zugekippten Gärten, die wahrscheinlich ohne den zweifelhaften Trend, und den Zwang zu einem "ordentlichen" Garten um jeden Preis, kaum jemand haben wollte, und die obendrein noch der Umwelt schaden. Aber ein gewisses Risiko ist dabei, vor allem da, wo man sich eigentlich gut fühlen möchte. So eine Gestaltung muss sehr gut gepflegt werden und darf nicht durch reale Mängel negative Wahrnehmung bekommen. Vielleicht kann man da nochmal das Beispiel Brutalismus anführen: etliche dieser Bauwerke wurden kaum gepflegt, verkamen und wurden dadurch erst recht hässlich und bröselten. Sobald man sie renovierte, und von Anfang an ein vernünftiges Konzept dahinter stand, konnte man viele der Schandflecke wieder akzeptabel herrichten. Als ich in Efteling mit dem Baron 1898 gefahren bin und durch die Show-Zeche mit Waschkaue und an Ketten hochgezogener Straßenkleidung der Bergleute vorbeiging, musste ich an die Schulzeit denken, wo Zechen noch genau so erklärt wurden (obwohl ich nie in einer echten drin war). Und auch die Fördertürme mit Tragseilen und Seilscheiben hatte ich von damals in Erinnerung, und fand es amüsant, wie man das schräge Zugseil kurzerhand zum Lifthill umfunktioniert hatte, und es natürlich verfluchtes Gold sein musste, statt ordinärer, dreckiger Kohle. Es wirkte aber wie schöner, sauberer und eben künstlicher Steampunk, nicht wie die industrielle Wirklichkeit vor 120 Jahren.
  14. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Charles Lindbergh (Hotel)

    Das hätte ich jetzt allerdings nicht erwartet - ich kenne die Hotels nicht selbst, auch, weil ich zu nahe wohne. Ich dachte immer, vom Matamba käme man irgendwo bei Lifthill bzw. First Drop der Black Mamba raus. Hab's aber noch mal nachgelesen; der Weg durch den Looping ist zwar laut PHL-Infos als Zugang vorgesehen gewesen, aber nie eröffnet worden, und ich erinnere mich auch, dass es eine Sackgasse ist. Zumal das Matamba vom Lucretiaweg aus alles andere als schön aussieht - die kahle, hohe Wand erinnert von da aus fast schon an ein Gefängnis und lässt den Straßenlärm hallen. Ich weiß nicht, warum es keinen direkten Parkzugang gibt, aber da langlaufen zu müssen ist ein ernsthaftes Manko. Womöglich mal wieder einer dieser vielen Schwachpunkte, wo sich einfach keiner beim PHL drum kümmert.
  15. PhantaDad2017

    Neu 20XX: Charles Lindbergh (Hotel)

    Als Anhaltspunkt hier mal eine nachgebaute Schlafkabine der LZ 129 Hindenburg. Diese Größe und Ausstattungsmerkmale würde ich auch im neuen Hotel erwarten, plus kompakte Nasszelle. Allerdings war die Hindenburg innen in sehr schlichtem und hellem Bauhausstil gehalten, hatte also wenig mit opulentem Industrial, Rostiges-Eisen-und-Rohre-Look gemein, und natürlich auch keine röhrenförmigen Kojen (die gabs in U-Booten). Es war damals schließlich absoluter Luxus, damit zu fliegen. Die Steampunk-Ästhetik wurde eigentlich erst für Vergnügungen akzeptabel, als die typische Schwerindustrie im realen Arbeitsleben kaum noch eine Rolle spielte. Den Begriff "Ramschhotel" sollten wir vielleicht vergessen. Für's Smokey Digger Camp traf die Bezeichnung vielleicht zu, was die Qualität (aber nicht den Preis) angeht. Wenn der Preis nicht wie in Matamba oder Ling Bao ist, ist das noch lange kein Ramsch.
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