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Neu 20XX: Spekulationen/Wünsche
Zum Thema Tivoli-Pricing: Mein erster Gedanke war, dass das vielleicht gar nicht so uninteressant ist, weil es ja auch Modularisierung / Individualisierungstrends im modernen Pricing aufgreift, aber auf der anderen Seite wurden aber auch schon die Totschlagargumente genannt: Ein Park mit chronischem Platzmangel wie das Phantasialand dürfte eher weniger Interesse daran haben, die Besucherdichte zu erhöhen und gleichzeitig den Pro-Kopf-Umsatz zu senken. Außerdem passen einzeln bepreiste Attraktionen nicht zum "Premium-Segment". Selbst der Tivoli in Kopenhagen hat sich ja eigentlich auch eher Richtung All-Inklusive-Pricing entwickelt. Zum Thema QuickPässe: Ich find die Rufe nach sozialer Gerechtigkeit und Gleichbehandlung immer ein bisschen anstrengend. Ich kann zwar verstehen, dass man eine Zwei-Klassengesellschaft beim Anstehen doof findet, aber das ist halt oft eine Frage der Perspektive. Wenn man selbst eine längere Reise auf sich nehmen muss für einen Freizeitparkbesuch, dann findet man die oft auf einmal auch ganz nützlich. Im Heimatpark natürlich eher nervig. Ich finde die Gratis-Angebote wie Virtual Line da eigentlich auch sehr fair - die stehen ja jedem offen. Ich beschwere mich ja auch nicht, wenn Leute mit einem Aktionsticket in den Park gekommen sind, nur weil ich den Vollpreis gezahlt habe. My Take: Es steht dem Besucher nicht (oder nur sehr begrenzt) zu zu beurteilen, was eine künstliche Wartezeitenverlängerung ist. Bei neuen Attraktionen, die bspw. direkt mit Virtual Line geplant werden, ist das auch einfach in die normale Wartezeit eingepreist. Als nicht Virtual-Line-Ansteher steht man ja dann auch nicht unbedingt länger an, die Virtual-Line-Besucher stünden ja ansonsten mit in der normalen Warteschlange und würden sie genauso verlängern. Und wenn ich die Haltung habe, dass jeder Besucher gleich lang anstehen sollte - wie verfahre ich dann mit Singler Rider Queues? Auch da reagieren die Leute ja oft empfindlich und leiten daraus ab, dass man sich nicht zusammen anstehen darf und interpretieren das fälschlicherweise als Vordrängeln. Für mein Dafürhalten haben die Leute da oft ein gestörtes Gerechtigkeitsempfinden. Das soll nicht heißen, dass es nicht auch Park gibt, die "Drängel-Queues" maßlos übertreiben. Sehe ich in Brühl aber nicht so.
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Neu 20XX: Spekulationen/Wünsche
Hat da nicht der Yeti-Animatronic fast die Hälfte der Kosten verursacht (übertrieben gesprochen)? Die haben den mehrmals umgebaut und meine ich sogar nachträglich Stützen in die Achterbahnkonstruktuion einbringen müssen, die den Monster-Animatronic überhaupt tragen können, nur um ihn dann am Ende komplett abzustellen. Ich glaube die Gefahr, dass sich Brühl an einer Animatronic verhebt sind eher gering :) Hier geht es ja "nur" um Thematisierung, die Achterbahn muss ja nicht neugebaut werden. Keine Ahnung ob das andere auch so sehen, aber eine im Theming aufwendig geremasterte Colorado Adventure wäre meines Erachtens absolut gleichwertig zu einer Neuattraktion und auch ähnliche Investments wie andere Neuinvestment in Brühl rechtfertigen. Solange da nicht wie bei Colossos nicht nur ein großes Themingelement entsteht - aber das wird in Brühl nie passieren. Die Warteschlange von Expedition Everest dürfen sie aber gerne nachbauen - ist meine Lieblingswarteschlange ohne Multimedia.
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Neu 20XX: Spekulationen/Wünsche
Nachtrag: Hatte Zeit meinen eigenen Spleen zu überprüfen: Wahrscheinlich muss ich mich in mein Ruderboot setzen, die belegbaren Bildhinweise bestätigen einen halbwegs normalen Sanierungs-Rhythmus. Ich könnt trotzdem schwören, dass das Ding jede Offseason eingerüstet ist - dann eben um nachzustreichen und nicht neuzustreichen ;). Aber gut, für heute genug dem Autismus gefrönt. (sorry für die schlechte bildkompression)
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Neu 20XX: Spekulationen/Wünsche
Ich freue mich über die aktuelle Ausbesserungsphase, die ja mit Restaurant, Spielplatz und 3D-Kino-Eröffnung doch auch Highlights parat hat, aber klar ist das nicht das gleiche wie bei Rookburgh, Klugheim und Mexiko. Analog zu dem, was in den letzten Jahre in Africa und Berlin passiert ist, kann ich mir schon gut vorstellen, dass sie als nächstes die Colorado Warteschlange einmal zentral angehen. Das dürfte eine Investition im vergleichbaren Rahmen sein. Und sonst fällt mir kein Kandidat mehr ein, wo der Bestand so gut ist, dass man mit einer Aufhübschung alleine das Problem lösen könnte. Mir gefällt die Idee gut, die @Frisbee vor ein paar Seiten geposted hatte. Eine vernünftige Lösung für eine Warteschlangenverlegung kann nur mit einem Umbau / Abriss des Stationsgebäudes einhergehen und weil die Station im jetzigen Status eine Wellblechhalle mit Holzverkleidung ist, ist der Aufwand mMn auch noch überschaubar. Es bleibt halt die Frage ob CA ewig Mexiko zugeordnet bleiben wird oder doch die Umthematisierung auf Asien erfolgt. Ich glaube, dass man die kleine Mexiko-Exklave mit Silverado und CA mittelfristig auflösen und diese Umgestaltung in Etappen forcieren wird. Silverado-Abriss und Ersatz, GR Rikscha-Abriss und Ersatz sowie CA Umthematisierung zahlen zwar alles auf das selbe Großprojekt ein, aber wenn man das alles gleichzeitig angehen würde, hätte man wohl die größte und teuerste Baustelle der Unternehmensgeschichte und gleichzeitig über die Bauzeit hinweg einen vergleichsweise riesigen Wegfall im Attraktionsportfolio und Kapazität. Was mich aber ein bisschen triggert ist, dass die jedes Jahr die komplette Fassade von diesem Uhrengebäude am Haupteingang neu streichen. Bestandspflege ist schön und gut, aber ich kenne keine Fassade, die sonst jedes Jahr gestrichen werden muss. Gleichzeitig sieht es in Wuze Town zu Saisonbeginn immer so aus als sei da seit Januar niemand drin gewesen.
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- Neu 20XX: Spekulationen/Wünsche
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Phantasialand und das Kundenmanagement
Ist das Hörensagen oder kann das in einer wunderbar tot-komprimierten Dokumentation von 1980 nachgeschaut werden? Frage für meinen Voyuerismus. Ich glaube ich brauche einen eigenen Thread für Löffelhardt-Gossip. Dann ist das Forum hier schneller zu als man "Jahreskarte" sagen kann. 🤣
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Phantasialand und das Kundenmanagement
Muss man wohlwollend als "Eigenheit" abtun. Oder weniger schmeichelhaft als "renditeorientiert". Aber das Unterlassen von so mini-mini-mini Kleinigkeiten wie ein Facebookpost der Sorte "Wer Captn Lucky in den Ruhestand verabschieden möchte hat nur noch bis xx Zeit" ist schon fraglich. Kostet nichts, hätte trotzdem einen kleinen Werbeeffekt, sucht man aber vergeblich. Ich kann mir die in gewissen Positionen recht sture Verweigerungshaltung in Brühl nur mit schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit erklären: Hohe Kosten bei Blog, Marketing, Social Media und Fanbetreuung ohne direkte Rendite -> deshalb Außenkommunikation beschränkt auf Werbung Vergleichsweise hoher Betreuungsbedarf und steigender Qualitätsanspruch von Stammgästen (auch online) -> deshalb Fokus auf Neukunden Geringere Ausgaben pro Besuch von Stammgästen und Jahreskartenbesitzern -> deshalb Fokus auf Hotels & Gastro Schlechte Auslastungsplanung und geringerer Spielraum für Rabatte durch von Jahreskarten blockierte Ticketkontingente -> Wegfall der Jahreskarten und Explosion von "Dynamic Pricing" Vergleichsweise hohe mediale Beachtung von Bagatelle-Vorfällen (Express, Wallraff) -> restriktiver Umgang mit Online-Communities zur Eindämmung von Kritik, Leaks Unzufriedenheit mit Wuze Town -> Aufgabe eigener Charaktere, Stories, IPs Was man dem Phantasialand im Guten wie im Schlechten lassen muss ist, dass es sehr konsequent ist mit den Sachen, die es anpackt... und den Sachen, die es nicht anpackt.
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"Kleinigkeiten" die euch im Park nerven. ;-)
Achja, spielt mir meine Erinnerung von Oktober einen Streich oder gibt es diese Grube mit aufgerrissenem Boden im Colorado-Exit (Ex-Souvenirshop) noch oder haben die da neuen Boden verlegt? Wenn nicht, möchte ich es gern noch auf die Quick-Fix-Wunschliste setzen :)
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[Berlin] Residenz Theater
Bin da meinungstechnisch sehr stark bei dir @TheDarkKyll. Ich wollte aber nochmal herausstellen, dass eine Eigenproduktion und mein Wunsch nach "mehr eigener Handschrift" nicht zwingend bedeuten, dass der eigene Themenpark oder eigene IPs im Film aufgegriffen werden müssen (obwohl es natürlich selbstredend Sinn macht). Natürlich kann man auch was neues, eigenständiges machen. Problem ist nur, dass eine neue, eigenständige Geschichte es deutlich schwieriger hat, sich emotional und dramaturgisch selbst zu tragen, als wenn sie auf eine Geschichte zurückgreift, die im Park schon präsent ist. Was allgemein - auch abseits des 3D Kinos - ein bisschen schade ist, dass man sich auf die eigenen kreativen Ideen nicht so richtig committed und lieber immer was Neues erfindet. Es wirkt so als wolle sich der Park partout nicht durch vergangene Entscheidungen in eine kreative Sackgasse jagen lassen, was aber dann dazu führt, dass die Dinge thematisch oft nicht so richtig aufeinander passen und "Sammelsorium"-Charakter haben. Namensgebung wechselt zwischen deutsch, englisch und Fantasie. Mal haben Attraktionen eigene Claims ("Die Wasserbahn", "The biting ride"), mal nicht. Die 7 Drachen finden nur so halbherzig statt, sind teilweise noch nicht mal Drachen ("Kroka"), und bekommen in ihren eigenen Themenbereichen Konkurrenz durch andere Charaktere - wie die Wuzes in Fantasy oder die Mäuse in Berlin. Warum ist das Maskottchen von Berlin dann nicht einfach eine Maus? Oder von Fantasy ein Wuze? Wie @TOTNHFan in einem anderen Thread beschreibt, wirkt es auf mich auch so als würde man sich scheuen Dinge anzugleichen, weil da in x Jahren ja mal was neues kommt und das dann nicht mehr passen könnte. Ist natürlich wirtschaftlich nachvollziehbar, allerdings sind ja auch Mühen und Kosten in die Entwicklung der bestehenden Charaktere / IPs / Themenwelten / Marketing-Stories geflossen, die im weiteren Verlauf dann nicht so gehebelt werden können, wie es möglich wäre - immer alles neu anzupacken ist ja auch nicht unbedingt günstiger. Unabhängig vom 3D-Film fehlt mir so ein bisschen die große übergreifende kreative Idee im Phantasialand. Innerhalb der Themenbereiche ist das alles immer top, die gemeinsame Überschrift fehlt mir aber hier und da. Das Produktkonzept ist klar (immersive Themenbereiche mit in die Thematisierung eingebetteten Fahrgeschäften), der umfassende thematische Bogen ist nicht wirklich definiert. Und ja ist alles Nitpicking - aber ist eben auch Saisonpause :D
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"Kleinigkeiten" die euch im Park nerven. ;-)
Staub-Town Eingang Berlin / fehlender Haupteingang Nicht vorhandene Deko der Colorado-Hallen Defekte oder zurückgelassene Effekte (Roboter & Wasserfälle) Insb. der Zustand der Colorado-Hallen finde ich unerklärlich. Verglichen mit dem Aufwand der bei der Afrika-Aufhübschung und Klugheim-Brücke betrieben wurde, wäre es doch ein leichtes diese Hallen zu dekorieren. Stattdessen wird da in 20 Jahren einmal ein Holzwagen abgestellt bei der Chiapas Eröffnung und das wars. Um die Aufenthaltsqualität im Quantum-Gang zu verbessern, werden aber Speicherweise Antiquitäten zusammengerafft. Ich check's nicht. Meine mal was von Brandschutzauflagen gelesen zu haben - ergibt für mich auch nur keinen Sinn und hört sich nach einem verselbstständigten Totschlagargument an.
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[Berlin] Residenz Theater
Ich habe auch keine Erklärung. Ich kann mir aber vorstellen, dass es einige Zwischenstufen zwischen "fertig von der Stange" und "komplette Eigenproduktion" gibt. Ich kann mir das Endprodukt nur so erklären, dass es eben nicht alles aus eigener Hand kommt, weil eben so wenig eigene Handschrift zu erkennen ist. Das heißt aber nicht, dass es nicht doch alles so bestellt war. Trotzdem wirkt es so als sei der kreative Einfluss gering gewesen. Ich finde einfach nicht, dass der Film sonderlich auf das Phantasialand zugeschnitten ist. Es zeigt eine Fantasie-Version einer beliebigen mitteleuropäischen Stadt der 1900er-1920er. Ist jetzt kein super spezifisches Setting - selbst für eine internationale Produktion. Und ja es gibt Mäuse als Hauptcharaktere, aber ob das jetzt MausAuChocolat geschuldet ist oder dem Umstand, dass Kinderfiguren eben oft Mäuse sind, ist nicht eindeutig zu entscheiden. Ist schon so eins der Dinge zu denen ein Making-Of wirklich nicht schlecht wäre, wenn man seine Eigenproduktion wirklich lieb hat ;)
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[Berlin] Residenz Theater
Kleiner Late Night Gedankenerguss aus dem Urlaub: Ich will meine eigene Bewertung aus dem Oktober gar nicht all zu sehr ausführen, weil ich den Konsens hier voll teile: Danke für die Aufwertung insbesondete bei der Queue und Bildtechnik, Sitze sind besser aber nicht spektakulär, Lichteffekte im Saal "nett gemwint" und zum Film... Nunja ich find den grundsätzlichen Produktionsaufwand schon nicht schlecht, wenn man mal Soundtrack, Sprecher, Soundeffekte und in meinen Augen auch zufriedenstellende Animation als Gesamtpaket betrachtet - aber ja, Story, Pacing und Dramaturgie sind eher enttäuschend, auch wenn es sein Ziel der Familienunterhaltung schon erfüllt. Deshalb ist mein Fazit zum Film: Nicht lieblos, aber leider beliebig. Ich halte es daher für unwahrscheinlich, dass das Phantasialand da von Stunde 0 in Konzeption und Produktion involviert war, sondern dass Exklusivrechte an einem fertigen Film gekauft wurden, der dann für die eigenen Zwecke adaptiert (geschnitten & vertont) wurde. Ich hoffe es zumindest, ansonsten wäre mir das wirklich zu uninspiriert und unrund. Das führt mich zum eigentlichen Punkt über den ich schreiben möchte: Den Status Quo der digitalen Medienproduktion im Phantasialand und Implikationen für zukünftige Dark Rides. Denn das war vor über 10 Jahren das Thema, dem ich meinen ersten Beitrag gewidmet hatte. Mein Eindruck ist: während sich der Park in der Zeit prächtig weiterentwickelt hat, sind wir in der Themenfahrt-Frage keinen Schritt weiter gekommen. Und das löst im Rückblick doch reichlich Skepsis bei mir aus, ob der Park, der sich selbst so hohe Maßstäbe setzt, einen modernen Dark Ride überhaupt kann. Schon klar, aus einem einzigen 3D-Film große Ableitungen zu treffen, schreit natürlich nach ausufernder Spekulatitis. Aber mir fehlen im Großen und Ganzen einfach die Indizien dafür, dass das Phantasialand die nötigen Kompetenzen für moderne Themenfahrten a la Efteling oder Europapark hat. Dabei gibt es durchaus Stärken anzuführen, denn Theming und World Building bekommen sie in Brühl bekanntlich gut hin. Aber bei digitalen Medien, Animatronics und Storytelling hinken sie im Gegensatz zu den zuvor genannten Disziplinen den anderen großen Parks in Europa und der Welt deutlich hinterher. Man verweigert gewisse Maßnahmen wie Preshows gar komplett. Roboter wurden weitestgehend verbannt. Und Medien? Technisch meist noch überlegen, aber inhaltlich oft maximal durchschnittlich. Und was will man in einem Dark Ride mit schöner Kulisse aber ohne Protagonisten in virtueller oder robotischer Form? Ohne "Leben"? Ein Kernproblem ist meines Erachtens wirklich fehlende Kompetenz. Denn während das Phantasialand bestimmt inhouse viel Talent besitzt, welches gutes Gespür für Vision und Projektkoordinaton hat, so sind sie in der Ausführung doch oft auf Externe angewiesen. Im gestalterischen Bereich war das jahrelang Eric Daman und beim Theming eben Universal Rocks. Aber ein Universal Rocks für Animatronics oder Mediencontent haben sie augenscheinlich noch nicht gefunden. Und das lässt mich skeptisch werden. Was ich mir als Themenfahrt in Brühl jedoch gut vorstellen kann ist etwas, das stark auf die Kombination von innovativem Fahrsystem, authentischer Kulisse und (einfachen) Spezialeffekten setzt. Also etwas Ähnliches wie Chiapas. Aber kann das wirklich den Punch und die Emotionalität eines Top Dark Rides erzeugen? Ich bin mir unsicher, aber hoffe immer noch inständig, dass sie es irgendwann (wieder) versuchen.
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Wintertraum 25/26
Das kann man ziemlich sicher auch ohne den Parkplatz zu verkaufen. Das ist ja das Problem. Bei dem 7-stelligen Jahresumsatz steht mit Sicherheit auch keine 1 vorne. Konservativ gerechnet: 2 Mio Jahresbesucher x 75% Autoanreisequote / 3 Personen pro Auto =500.000 Autos pro Jahr 500.000 Autos / 2 Parkplätze x 8 Euro Parkgebühr = 2 Mio Euro Jahresumsatz Und dann bei jährlichen Kosten von sehr großzügig geschätzt 400T Euro, springt jedes Jahr nach Steuern ein 7-stelliger Gewinn raus. Und das mit minimalen Mitarbeitereinsatz und Pflegeaufwand. Herzlich Willkommen im Club der Einkommensmillionäre. Mich würde aber interessieren, wie das Verhältnis zwischen Phantasialand und Parkplatzbetreiber ist. Gerade Preiserhöhungen sind da ja ein super sensibles Thema - mit potenziell katastrophalen Folgen für den Park. Im Streitfall könnte der Parkplatzbetreiber ja denken, ich hab genug Geld verdient und keine Lust mehr auf das Phantasialand, dann setze ich die Parkgebühren halt auf 50€ (kein Wucher - vgl. Tagesgebühr am Flughafen) und es kommt "niemand" mehr. Als eigenständige Gesellschaft (OHG) kann das Phantasialand den Betreibern eigentlich keine Vorschriften machen - historische Absprachen können hinfällig werden. Strategisch ist das eigentlich ne ziemliche Katastrophe. Vor allem auch in einem aggressiven Käufer-Szenario: Anstatt den teuren Freizeitpark zu kaufen, kauft man einfach billig zwei Parkplätze und setzt die Löffelhardts so unter maximalen Verkaufsdruck. Die Breidenbachs (Parkplatzbetreiber) sind übrigens 65+. Fand das Thema schon immer spannend. Sorry für OT.
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[Rookburgh] F.L.Y.
Kann immer mal passieren, dass einen der vorher eifrig angesammelte Mut während der Fahrt verlässt. Irgendwie aber schon ärgerlich, dass dies nach Verlassen der Station passiert. So wird aus maximal 2 Minuten mindestens 20-30 Minuten Störung. Das heißt natürlich nicht, dass man den Mund halten soll, wenn man ein Störgefühl hat, im Zweifel rettet man damit schließlich auch Leben. Aber irgendwie finde ich schon, dass da auch Verantwortung beim Besucher liegt, sich vor dem Antritt einer Fahrt zu vergewissern, ob dass das eigene Nervenkostüm aushält, nicht umsonst gibt es Warnhinweise an jedem Eingang. Das geschilderte Szenario liest sich einfach auch nach einer Panikattacke. Und auch die kann für einen selbst und die anderen Fahrgäste gefährlich sein. Auf der anderen Seite: Bei 2M+ Besucher im Jahr ist das einfach auch ne Frage der Statistik, das sowas passiert und gehört deshalb zum Tagesgeschäft. Wenn es nicht hier im Forum stünde, wäre es kein Thema. Im Zuge dessen frage ich mich aber, ob dem Normalo klar ist, dass es IMMER die Möglichkeit des "Chicken-Exits" in der Station gibt, einfach weil das nirgendwo explizit erwähnt oder ausgeschildert ist. Ich glaube viele lassen sich dann in eine Fahrt reindrücken, vor der sie in der Station schon Angst haben, aber empfinden die Situation als Point of no Return - "man will die anderen ja nicht aufhalten" bis es dann zu spät ist. Die meisten halten es dann einfach aus, aber nicht alle sind so gebaut. Vielleicht würde es bei großen Attraktionen helfen, wenn es einen zusätzlichen klar ausgeschilderten Ausgang (kein Notausgang) in oder vor der Station gäbe, die Besucher mit Sorgen diskret benutzen können ohne durch den Wagen steigen zu müssen o.ä. Natürlich ist den Leuten klar, dass sie nicht gezwungen werden Achterbahn zu fahren, aber in solchen Momenten entscheidet man eben nicht rational, da könnte ein klarer Last-Minute-Ausweg vielleicht Abhilfe schaffen. Ich meine sowas in Brühl kurioserweise nur mal bei Temple of the Nighthawk / Crazy Bats gesehen zu haben, könnte aber auch falsch liegen.
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Neu 202X: Angepasste Berlin Thematisierung
Wirkt wirklich mittlerweile fast so als würde man Baustellen nach Überraschungsgrad priorisieren 😅 "Chef, also wir müssen uns jetzt wirklich mal was für die Tempel-Halle überlegen..." "Nee, lass mal nen Rundgang in Afrika bauen, ich will endlich durch den Looping gehen." "Ok, aber mittlerweile ist Hollywood Tour auch kaputt..." "Boah ehrlich gesagt gefällt mir der Blick von der Brücke auf Klugheim so GAR nicht, verkleidet die mal!" "Wird gemacht! Im Internet beschweren sich aber alle über unsere Gammel-Halle..." "Ich hab ne Idee! Was hältst du von nem Pfannkuchenhaus?"