Mittwoch um 16:093 Tage Mountainbike-Verbot im Wald? NRW-Landwirtschaftsministeri...Radfahren nur auf "Fahrwegen" statt "festen Wegen“? Für Mountainbiker wird das Fahren im Wald in NRW laut neuem Gesetz erschwert.Da das Thema ja doch mehr Wellen schlägt, würde ich das Thema gern aus dem Errweiterungsthread ausgliedern. 🙂
Donnerstag um 09:072 Tage Autor An sich muss man den Gesetzesvorschlag sich auch mal im Detail anschauen, beim WDR-Artikel habe ich gestern beim Überfliegen ehrlich noch gedacht: "Fahrwege, feste Wege, wo ist da denn jetzt groß der Unterschied?" Aber das ist schon ein nicht zu unterschätzender Faktor, dieses kleine Wort "Fahrweg" statt festem Weg in der Reform zu verwenden. Ich zitiere mal von der Seite MTB-News den entsprechenden Absatz, der alles Wichtige zusammenfasst:MTB-News-Artikel-Zusammenfassung:Zusammenfassung der geplanten EinschränkungenRadfahren wird auf Straßen und PKW-taugliche Fahrwege beschränkt.Kriterium für Fahrwege: Ganzjährige Befahrbarkeit durch zweispurige, nicht geländegängige Fahrzeuge.Expliziter Ausschluss von schmalen Pfaden und Rückegassen aus der allgemeinen Betretungsbefugnis.Singletrails benötigen künftig Einzelgenehmigungen und eine offizielle Kennzeichnung.Referenz auf forstliche Baustandards legt eine Mindestbreite von ca. 3,5 Metern nahe. Den ganzen sehr empfehlenswerten Artikel könnt ihr hier übrigens lesen. 🙂 Quelle: https://www.mtb-news.de/news/landesforstgesetz-nrw-2026/Das muss man sich mal wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Damit wären im Prinzip alle typischen Trampelpfade oder bisher inoffiziell angelegten Trails, welche keine offizielle Kennzeichnung haben in Waldgebieten schon absolute Tabuzone und verboten für jegliche Radfahrer, nicht nur Mountainbiker. Ich müsste jetzt tatsächlich überlegen, aber hier bei mir um die Ecke ist der Wald auch ein Paradies für Mountainbiker, auch da gibt es einige Trails, aber kein einziger davon hat eine spezielle Ausweisung als MTB-Trail.Ich bin mal gespannt, ob es hier zeitnah eine Petition gegen diesen Schmarn geben wird. 😅 Bearbeitet Donnerstag um 09:082 Tage von TheDarkKyll (Bearbeitungshistorie anzeigen)
Donnerstag um 09:202 Tage Die sollten doch froh sein, dass sich überhaupt noch Menschen körperlich ertüchtigen und nicht zu Hause auf der Couch verwahrlosen ;)Unfassbar so was. Selten so nen Unsinn gelesen! Dann kann ich demnächst auch nicht mehr hier bei uns mit dem Fahrrad zum Waldbiergarten fahren... Da hört der Spaß dann ganz auf!
Donnerstag um 09:272 Tage Autor vor 1 Minute, Peddaaa hat gesagt:Die sollten doch froh sein, dass sich überhaupt noch Menschen körperlich ertüchtigen und nicht zu Hause auf der Couch verwahrlosen ;)Unfassbar so was. Selten so nen Unsinn gelesen! Dann kann ich demnächst auch nicht mehr hier bei uns mit dem Fahrrad zum Waldbiergarten fahren... Da hört der Spaß dann ganz auf!Ich find der Grundgedanke hinter dem Gesetzesentwurf ist eigentlich schon richtig gewesen, man ist aber weit über das eigentliche Ziel hinausgeschossen. Ich zitier mal den Absatz, um was es eigentlich mal bei der Gesetzesnovelle ging aus dem WDR-Artikel: aus dem WDR-ArtikelTatsächlich gibt es mehrere Beispiele von illegalen Mountainbike-Strecken in NRW. So wurden in den Testerbergen bei Hünxe Mitte April Bäume gefällt und der Boden aufgegraben, um eine Mountainbike-Strecke zu bauen. Im vergangenen Jahr wurde in Kleve der Reichswald für eine Strecke stark beschädigt. Und bereits 2023 wurde am Bonner Venusberg eine illegale Strecke geräumt.Also wenn da irgendwelche Privatpersonen hingehen, im Wald Bäume fällen, eigene Rampen und Co. bauen oder sogar mit dem Spaten extra Abfahrten oder Kurven ausbuddeln, dann ist das definitiv schon fernab einer normalen Waldnutzung in der Freizeit. Da verstehe ich schon den Grundgedanken hinter dem Gesetzesentwurf. Nur wie ich ja oben schrieb, ist man dann von vernünftiger Gesetzesnovelle zu absurd neuen Regelungen für Mountainbiketouren im Wald abgebogen... ich frag mich bei sowas immer, wie sich der eigentliche Grundgedanke hinter dem Gesetzesentwurf so ad absurdum fehlentwickeln kann.😅
Donnerstag um 09:292 Tage Da bin ich bei Dir! Es ist nur, wie so oft, nicht vernünftig zu Ende gedacht!
Donnerstag um 11:052 Tage Ich bin ja selber Teil des Sports und finde den Entwurf absolut irre. Allerdings liegt die Wurzel allen übels natürlich wie so oft bei ein paar querschießern.Ich bin so eine Art "oldschool Mountainbiker" - ich fahre natürliche trails ab und das ganz ohne E. Ich achte aber auch darauf niemanden anderen auf den Sack zu gehen in Wald. ich baue nix um, ich fahr so langsam wie möglich an Wanderern, Hunden und Pferden vorbei und achte besonders auf Kreuzungen - so wie es eigentlich sein sollte.Aber gerade seit dem E-Bike Boom sind plötzliche einige im Wald wie Psychopathen unterwegs - ohne Rücksicht auf Verluste. Dabei gebe ich natürlich nicht den ebikes die Schuld - der Sport ist einfach nur zugänglicher geworden und zieht einfach viel zu viele in den Wald und vor allem die falschen Leute.Ich kann die Verärgerung von Wanderern & Co also grundsätzlich verstehen, aber dass die vernünftigen MTBler darunter leiden sollen, ist eine absolute Frechheit. So wie ich aber in den Kreisen mitbekomme, wird bei dem Entwurf gerade mächtig zurückgerudert. Gut so. Bearbeitet Donnerstag um 11:242 Tage von flaffstar (Bearbeitungshistorie anzeigen)
Donnerstag um 11:142 Tage Autor Gerade, flaffstar hat gesagt:Aber gerade seit dem E-Bike Boom ist plötzlich jeder Spinner im Wald wie ein Psychopath unterwegs. Dabei gebe ich natürlich nicht den ebikes die Schuld - der Sport ist einfach nur zugänglicher geworden.Na das Thema E-Bike hat schon eine gewisse Tragfähigkeit dabei, das sagst du ja selber mit der Zugänglichkeit. Leute, die früher nicht den Berg durch eigene Kraft hochgekommen wären, weil sie nicht die Ausdauer haben mit kleinem Gang den Berg hochzukraxeln, sind nun eben in der Lage auch entsprechend anspruchsvollere Trails zu fahren.Ich sehe das schon in gewisser Weise problematisch, weil da auch viele Leute dabei sind, die eben nicht die nötige Erfahrung oder nennen wir es mal Handling haben, wie man mit einem Mountainbike auf einem Trail fährt. Sieht man inzwischen gelegentlich, wenn diese Leute einen dann bergauf überholen mit voller Motorunterstützung und man sie dann bergab irgendwo 500 Meter weiter danach in der Böschung liegen sieht, weil sie mit viel zu viel Geschwindigkeit runtergedonnert sind. 😂Gerade, flaffstar hat gesagt:Ich kann die Verzögerung von Wanderern & Co also grundsätzlich verstehen, aber dass die vernünftigen MTBler darunter leiden sollen, ist eine absolute Frechheit. So wie ich aber in den Kreisen mitbekomme, wird bei dem Entwurf gerade mächtig zurückgerudert. Gut so.Ich finde das Thema Radfahren sowieso ein Thema für sich. Ich persönlich fahre regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit. Auch da siehst du zahlreiche Radfahrer, bei denen du den Eindruck bekommst, die allgemein gültigen Verkehrsregeln gelten für diese nicht und sie hätten einen Sondervorfahrtsstatus. Wobei ich eine Gruppe noch deutlich schlimmer als alle anderen Verkehrsteilnehmer finde: E-Scooter-Fahrer. Ich hatte disletzt auch mal wieder fast einen auf der Motorhaube nach dem Einkauf liegen, weil er meinte ohne Handzeichen von jetzt auf gleich 3Fahrspuren, davon 2 Gegenverkehr zu überqueren, um auf den Bürgersteig gegenüber zu fahren. 🙄 Bearbeitet Donnerstag um 11:142 Tage von TheDarkKyll (Bearbeitungshistorie anzeigen)
Donnerstag um 12:552 Tage Ich wohne in Köln. Zum Thema Fahrradfahrer kann ich Dir hier so Einiges erzählen.Mir wurde mal von einem Biker der Mittelfinger gezeigt, weil ich es gewagt habe, über eine grüne Ampel zu fahren und er über Rot gefahren ist.Hab zu ihm gesagt, nächstes Mal bremse ich nicht mehr! Was dann noch kam, kann ich hier nicht wiedergeben ;)
Donnerstag um 14:432 Tage vor 1 Stunde, Peddaaa hat gesagt:Zum Thema FahrradfahrerSchreib doch bitte einfach "Menschen". Es geht um Menschen. Manche von ihnen sind Arschlöcher. Das hat aber nichts damit zu tun, ob sie Männer, Frauen, Radfahrer, Autofahrer, Einwohner, Gäste, Raucher, Nichtraucher etc. sind.
Donnerstag um 14:482 Tage Ja, hast recht. Ich wollte natürlich nicht alle in einen Topf schmeißen. Und ich urteile auch nicht nach Phänotyp sondern immer nach Verhalten.Mir tun dann auch immer diejenigen Leid, die sich gut verhalten! Leider rutscht man dann auch mal in den induktiven Schluss ab! Mea Culpa!
Donnerstag um 16:092 Tage Gleiches Problem hier. Manche Radfahrer rasen wie wild, schießen bei Rot über die Ampel. Die Mehrheit ist aber tatsächlich friedlich. Bei Mountainbiking im Wald stellt sich halt die Frage: wer soll es überwachen? Soll die Polizei jetzt im Wald versteckt Position beziehen um dann Mountainbiker auf frischer Tat zu ertappen? Wohl kaum! Schlimm wäre es, wenn nun jeder Förster und jeder Waldarbeiter zum Spitzel des Staates wird. Das wäre noch schlimmer, denn solche Zustände kennt man aus totalitären Regimen. Es steht in keinem sinnvollen Verhältnis zum Nutzen (Tiere werden ggf nicht aufgeschreckt).
Donnerstag um 17:132 Tage So wie es verstanden habe, geht es eher um die eBikes, also die die max. 45kmh fahren können. Aus meiner Sicht, werden die aber nur von Pendlern genutzt, die weite Strecken zur Arbeit fahren.Persönlich habe ich noch keine negativen Erfahrungen mit Radfahren im Wald gemacht. Ich denke die Unvernüftigen sind da ganz klar eine ganz kleine Gruppe.
Donnerstag um 17:572 Tage vor 42 Minuten, ruelps hat gesagt:So wie es verstanden habe, geht es eher um die eBikes, also die die max. 45kmh fahren können.Aus meiner Sicht, werden die aber nur von Pendlern genutzt, die weite Strecken zur Arbeit fahren.Ne, der Entwurf sieht auch ein Verbot von "bio-bikes" außerhalb von mit dem Auto befahrbaren Wegen vor.
Gestern um 06:181 Tag vor 12 Stunden, flaffstar hat gesagt:Ne, der Entwurf sieht auch ein Verbot von "bio-bikes" außerhalb von mit dem Auto befahrbaren Wegen vor.Das wäre natürlich eine große Einschränkung, bzw. eine Diskriminierung der Radfahrer. Da Radfahrer sowieso im normalen Straßenverkehr meist benachteiligt sind.Wer fährt schon gerne an einer stinkenden Straße Rad?
Gestern um 06:531 Tag Kann man auch ganz abgesehen von jeglichen Rechten darüber reden, dass Tiere sich um mindestens 50 Meter entlang der Wege fernhalten und eingeschränkt werden? Jeder Pfad im Wald verringert die Fläche für Tiere massiv. Daher bin ich absolut kein Fan von kleinen Pfaden und Mountainbikestrecken im Wald. In Naturschutzgebieten ist nicht ohne Grund oftmals das Verlassen der Wege (mindestens weitestgehend) verboten.
Gestern um 07:421 Tag Kann man drüber reden, aber dann müssen wir auch Wanderer verbieten. Ah die Verbotskultur, das machts so einfach. Schöner wäre natürlich, dass Städte in denen das Mountainbiken zu den Hauptsportarten gehört, offizielle Trails anlegen würden. Aber das würde ja Kosten und Planung verursachen.
Gestern um 08:411 Tag vor 1 Stunde, UP87 hat gesagt:Kann man auch ganz abgesehen von jeglichen Rechten darüber reden, dass Tiere sich um mindestens 50 Meter entlang der Wege fernhalten und eingeschränkt werden? Jeder Pfad im Wald verringert die Fläche für Tiere massiv. Daher bin ich absolut kein Fan von kleinen Pfaden und Mountainbikestrecken im Wald. In Naturschutzgebieten ist nicht ohne Grund oftmals das Verlassen der Wege (mindestens weitestgehend) verboten.Ich denke da ist der Punkt. Wir müssen einen Kompromiss finden, sodass es den Tieren gut geht und wir auch noch radeln können. Man kann auf jeden Fall den einen oder anderen Weg reduzieren.Was mich persönlich stört ist, wenn Hundebesitzer im Naturschutzgebiet, wo es Bodenbrüter gibt, diese frei rumlaufen lassen. Ich spreche die meistens freundlich an.Mein Vorschlag: Gezielt Wege im Wald reduzieren, sodass Tiere mehr Freiraum haben.
Gestern um 09:301 Tag Autor vor 2 Stunden, UP87 hat gesagt:Kann man auch ganz abgesehen von jeglichen Rechten darüber reden, dass Tiere sich um mindestens 50 Meter entlang der Wege fernhalten und eingeschränkt werden?Gibt es dazu auch eine Quelle oder ist das eher "Hörensagen"? 🤔Wir können gerne über deine These reden, aber dann auch bitte mit Quellvermerk, woher diese Behauptung mit den 50 Metern Abstand, die Tiere so generell halten sollen, herkommen. Wenn ich durch den Wald fahre (auf offiziellen Wegen) erlebe ich es nicht selten, dass links oder rechts des Weges ein Reh steht oder dieses sogar kreuzt. Eine magische Barriere für die Tiere scheinen diese Wege nicht zu sein oder sie halten sich nicht an diese Regelung. Ich persönlich kenne diese 50 Meter Abstand-Regel eher, dass man als Mensch selber den Abstand zu Wildtieren einhalten soll, da die Gefahren (z.B. bei Wildschweinen, die Frischlinge haben) nicht zu unterschätzen sind. 😉vor 2 Stunden, UP87 hat gesagt:Jeder Pfad im Wald verringert die Fläche für Tiere massiv. Daher bin ich absolut kein Fan von kleinen Pfaden und Mountainbikestrecken im Wald. In Naturschutzgebieten ist nicht ohne Grund oftmals das Verlassen der Wege (mindestens weitestgehend) verboten.Das Verlassen von Wegen und Trails ist zurecht verboten. Natürlich sollten Wanderwege, Trails oder Bewirtschaftungswege immer so angelegt werden, dass sie den kleinstmöglichen Eingriff in die Natur darstellen. Aber gerade bei Wanderwegen auch im Hinblick auf die sogenannten Premiumwanderwege, erlebst du es nicht gerade selten, dass diese absichtlich in Teilabschnitten naturnah realisiert werden und durch entsprechend schmale Pfade stattfinden. Wer den Eifelsteig oder den Moselsteig schon mal etappenweise lang gegangen ist, weiß wovon ich spreche. Diese Wege, wie der Eifelsteig z.B. werden übrigens mit Naturschutzbehörden und entsprechenden Experten erstellt. Beim Eifelsteig wurde entsprechend mit Gutachtern und Experten drauf geachtet, dass die naturnahen Wege eben den Eingriff für die Flora und Fauna so gering wie möglich halten.vor 42 Minuten, ruelps hat gesagt:Was mich persönlich stört ist, wenn Hundebesitzer im Naturschutzgebiet, wo es Bodenbrüter gibt, diese frei rumlaufen lassen. Ich spreche die meistens freundlich an.Kommt immer auf den Hundebesitzer an. 😉 Ich leih mir gelegentlich den Hund meiner Eltern aus. Wenn ich durch den Wald spaziere, mache ich ihn dann auch los. Der Hund bleibt aber auch auf dem Weg direkt bei mir, weil er entsprechend erzogen ist und läuft nicht quer durch die Walachei. Ich kenne aber auch Hundebesitzer, die ihren Hund nicht vernünftig erzogen haben, wo das Tier eben absolut nicht hört und durch den halben Wald rennt. Da kann man dann auch nicht verallgemeinern, ob Hund ohne Leine generell ein Problem darstellt. Es gibt in NRW übrigens keine allgemein gültige Leinenpflicht für Hunde im Wald, nur mal so viel zu dem Thema. Die Regeln können aber je nach Waldgebiet und Stadt unterschiedlich geregelt sein. Bearbeitet Gestern um 09:301 Tag von TheDarkKyll (Bearbeitungshistorie anzeigen)
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