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Umstrittene Geschäftsmodelle der Parks


PhantaDad2017

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vor 21 Minuten schrieb Pinselchen79:

Ich seh das total entspannt, da ich einen Freizeitparkbesuch nicht zu den Grundbedürfnissen zähle ;)

Es ist nun mal so, dass die mit mehr Geld auch mehr machen können...teurere Autos, Elektro, Urlaub, essen gehen, bessere Plätze im Kino, bei Fantissima...und und und....

 

 

 

Das Problem bei Premium Zugänge in Parks ist aber leider das hier das Geld anderer Leute schnell zum eigenen Nachteil wird.

 

Es ist letztlich sinnlos darüber zu diskutieren. Der eine findet es super schnell und mit wenig Wartezeit fahren zu können, der nächste fragt sich warum er für 4 Personen 200 Euro ausgegeben hat um jetzt nochmal viel Geld investieren zu dürfen damit man für das eintrittsgeld mehr machen darf als zu warten. Dann ist es IMHO noch ein Unterschied ob ein Phantasialand sagt "15 Euro für 4 Fahrten nicht personengebunden" oder ob ein Park xy sagt "60 Euro für unendlich viele Fahrten aber nur für eine Person"

 

Back to Topic möchte ich im Phantasialand das fehlen sämtlicher Spielbuden positiv erwähnen.

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Ich kann nur sagen, ich bin froh dass es im PHL die Quick-Pässe gibt und dass ich als EP-Besitzer auch automatisch drei Stück pro Tag zur Verfügung habe. Wenn ich nur einen Tag im Park bin und meine Lieblingsattraktionen auch mit Quick-Pass begehbar sind, hey dann ist es doch klasse?!

 

Fakt ist, an manchen vollen Tagen ist es ein beruhigendes Gefühl wenn ich weiß, mit dem Quick-Pass schaffe ich diese und jene Attraktionen mehrmals ohne langen Zeitverlust.

Und ja, meine Kinder hatten dank Quick-Pass auch einen schöneren Tag. Ich steh dazu ;) Ich sehe es nicht wirklich als 2-Klassen-Gesellschaft. Wenn ich einen Park besuche sollte ich mich umfassend informieren und dann abwägen, zu was ich im Fall eines Falles bereit bin.

 

Im Dinseyland Paris haben wir das Fast-Pass-System kennengelernt, das ist in Ordnung. Allerdings kann ich nur einen ziehen und erst wenn er abgelaufen ist, kann ich den nächsten ziehen...das haben wir auch überlebt und er kostet nix ;) Was ich halt krass finde sind die Preise fürs Essen im Disneyland Paris...übertrieben teuer. Da bin ich wieder über die Preise im PHL froh und muss sagen, es schmeckt auch!

 

Im Europa-Park habe ich das Fast-Pass-System wie im Disneyland bei "Voletarium" genutzt. Genau das selbe...war ok. Ansonsten habe ich da auch nix zu "meckern".

 

 

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vor 30 Minuten schrieb Bananenblatt:

Back to Topic möchte ich im Phantasialand das fehlen sämtlicher Spielbuden positiv erwähnen.

 

Auch für mich ein ganz wesentlicher Punkt für den Wohlfühlfaktor im Park. Viele andere Parks übertreiben es damit wirklich. Nur in Liseberg verzeihe ich das, diese übergroßen Toblerone und Daim-Packungen sind einfach kultig:000_viking:

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Disney nimmt aber halt nicht nur mehr Geld, die geben auch wesentlich mehr aus. Für Shows, für Theming, für Instandhaltung und für Personal. Und durch die Anzahl von letzterem sind die Abfertigungszeiten in den Parks nun mal auch extremst schnell. 

 

Für mich gibt es in Sachen Abfertigung eigentlich nur 3 1/2 "Namen", die extrem positiv auffallen:

- Disney

- Europa-Park

- Parc Asterix (!)

(- Cedar Fair)

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vor einer Stunde schrieb JayPeck:

 

 

Allerdings kostet das Parken bei Disney in Paris 20 Euro und ein

Hotdog mit einer Scheibe Käse kostet fast 9 Euro. Das ist in meinen Augen
auf jeden Fall Abzocke.

Aber hallo, ich dachte ich fall vom Stuhl. Nicht nur das, eine kleine Cola-Flasche fast 4 Euro, Popcorn erstmal 10 und Nachfüllung 5 Euro...Der Park zockt tatsächlich beim Essen und Trinken ab (ja auch diese Preise habe ich vorher bei einer Fan-Page abgerufen). Ich fand das Essen im Disneyland jetzt auch nicht gerade so superschmackhaft. Da geht es mir im PHL anders. ;) Dass es keine Spielhallen gibt finde ich auch sehr angenehm. Im Holiday und Heide Park hat es mich sehr genervt...

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vor einer Stunde schrieb Jokie:

Und durch die Anzahl von letzterem sind die Abfertigungszeiten in den Parks nun mal auch extremst schnell.

 

 

Das kann ich leider so nicht unterschreiben. Wir standen unter anderem bei Pirates ewig im 1-Station Betrieb letzten Herbst. In der Nebensaison scheint man da weniger drauf zu schauen.

Edited by TOTNHFan (see edit history)
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Mir ging es hier auch weniger um die Quickpässe generell, als um jene Problemfälle, wo man saftigen Eintritt zahlt und ohne extra zu bezahlenden Quickpass fast gar nichts läuft. Persönlich finde ich sie asozial und ein eindeutiges Negativmerkmal (falls ich mir nächste Saison einen Erlebnispass für's PHL holen sollte, werde ich sie auch nutzen, gut finde ich es aber deshalb nicht). Vordrängeln ohne Quickpass ist doch auch asozial, warum also gegen Geld nicht?

 

Aber, auch wenn man es direkt nicht so schlimm sieht: ein Park ist damit auf einer sehr schiefen Ebene, hin zu wirklich übler Abzocke, wenn nämlich Normalbesucher schikaniert oder künstlich Wartezeiten generiert werden. Die Anreize zu solchen Praktiken sind mit einem etablierten Vordrängelpass-System gegeben, woran auch eine maßvolle Handhabe nichts ändert. Und Leuten erst 40, 50€ Eintritt abknöpfen und dann klar zu machen, dass sie ohne zusätzliche, hohe Ausgaben keinen Spaß haben werden, ist unlautere Preisgestaltung bis Betrug. Im Movie Park 35€ + 25€ Speedy Pass ist schon wesentlich teurer als der PHL-Eintritt, wo sich die Belastung der Normalbesucher durch Quickpässe noch in Grenzen hält. Port Aventura geht da scheinbar schon Richtung 100€ und mehr.

 

Bei wirklichen Lebensbedürfnissen darf es sowas nicht geben - Ärzten, die bewusst Kassenpatienten schikanieren und warten lassen, und Privatpatienten demonstrativ bevorzugen, gehört die Kassenzulassung entzogen, und ich kann es auch niemandem verübeln, wenn der ihnen mal an ihren tollen Statussymbolen kratzt (dass sie für die gleiche Leistung von Privatpatienten mehr als das Dreifache bekommen, und mancher Privatpatient im Alter bei explodierenden Beiträgen böse erwacht, sind andere Themen). Eine Reederei kann von mir aus 1.Klasse-Passagiere zuerst an Bord lassen, aber wenn sie auf einem sinkenden Schiff erst nur die 1.Klasse in die Rettungsboote lässt, gehört die Reederei insgesamt versenkt.

 

Da Freizeitparks eben keine Grundbedürfnisse sind und da eine relativ freie Marktwirtschaft herrscht, muss man eben Informationen haben. Wenn die Parks Speedpässe gegen Aufpreis anbieten, ist es schon mal ein Warnzeichen; für die Fälle, wo wirklich ohne Speedpass kein Spaß drin ist, braucht man die Erfahrungsberichte, so dass man sie meiden kann. Sowas wie das überteuerte Essen, Trinken und Parken bei Disney, gehört auch dazu.

Edited by PhantaDad2017 (see edit history)
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vor 2 Minuten schrieb Steffi:

Nur kurz für mein Verständnis... Quickpässe sind asozial und ein Negativmerkmal, aber wenn man sie schon mal hat, kann man sie ja auch nutzen?

Stimmt klingt ein bisschen nach Doppelmoral ... Dann müsste man so konsequent sein und darauf zu verzichten wenn man diese so empfindet.

Weiterhin die tatsächlichen Vordrängler und die sich einen Quickpass besorgen in einen Topf zu werfen finde ich auch sehr gewagt.

Wenn ich ein Problem mit dem Vorgehen von Freizeitparks habe, dann gehe ich nicht dahin. Für mich klingt das sehr alles über einen Kamm geschoren

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Tja, was würde ich denn bewirken, wenn ich eine Jahreskarte hätte und sie verfallen ließe? Das würde die Praxis des Parks nicht ändern, und für mich würde es auch nicht bililger. Wenn ich bei einem Kauf ein umweltschädlich produziertes, aber nützliches Gerät mit geschenkt kriegte, würde ich es doch auch nicht auf den Müll werfen. Dafür würde ich es gerne begrüßen, wenn der Park die Quickpässe abschaffte und mir dafür eine andere Vergütung, z.B. freies Essen, gewährte.

 

Bei der Auswahl von Freizeitangeboten gibt es immer Pro und Contra. Die bloße Existenz von Quickpässen ist für mich ein Negativmerkmal, aber kein Boykottgrund, wenn andere Sachen dafür gut sind. K.O.-Kriterium ist es nur, wenn die Gier nach Quickpass-Verkäufen den Spaß killt, wie vorher beschrieben.

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- Wenn ich einen unfairen Steuervorteil legal nutzen kann, muss ich dann zum Finanzamt rennen und denen das Geld in den Rachen drücken?

- Wenn ich von meinen Großeltern noch irgendwo im Wohnzimmer einen Tropenholz-Schrank hab, muss ich den dann verfeuern oder auf den Sperrmüll geben?

- Wenn ich bei einem günstigen Angebot an billige 1. Klasse Fahrkarten für die Bahn komme, muss ich dann trotzdem 2. Klasse fahren?

 

Genauso ist es mit den Quickpässen, die im Erlebnispass mit drin sind. Das nenne ich Pragmatismus. 

 

Und das heißt nicht, dass ich unfaire Steuervorteile politisch unterstütze, Tropenholz kaufe oder mir einbilde, was besseres zu sein und deshalb 1. Klasse fahren zu müssen. Ich kann diese Dinge nicht gut finden und trotzdem nutzen, wenn sie denn ohnehin da sind.

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vor 14 Minuten schrieb PhantaDad2017:

- Wenn ich einen unfairen Steuervorteil legal nutzen kann, muss ich dann zum Finanzamt rennen und denen das Geld in den Rachen drücken?

- Wenn ich von meinen Großeltern noch irgendwo im Wohnzimmer einen Tropenholz-Schrank hab, muss ich den dann verfeuern oder auf den Sperrmüll geben?

- Wenn ich bei einem günstigen Angebot an billige 1. Klasse Fahrkarten für die Bahn komme, muss ich dann trotzdem 2. Klasse fahren?

 

Genauso ist es mit den Quickpässen, die im Erlebnispass mit drin sind. Das nenne ich Pragmatismus. 

 

Und das heißt nicht, dass ich unfaire Steuervorteile politisch unterstütze, Tropenholz kaufe oder mir einbilde, was besseres zu sein und deshalb 1. Klasse fahren zu müssen. Ich kann diese Dinge nicht gut finden und trotzdem nutzen, wenn sie denn ohnehin da sind.

-Wenn du grundsätzlich gegen Steuervorteile bist, wäre diese Konsequenz angebracht.

-Wenn du Anderen wegen deren Tropenholzmöbeln Vorwürfe machst, wäre diese Konsequenz angebracht.

-Wenn du gegen Erste-Klasse-Fahrer wetterst, wäre diese Konsequenz angebracht.

 

Wenn ich etwas moralisch nicht gut finde, nutze ich es nicht. Wenn du aber lediglich ein Problem mit dem Zuviel oder dem regelmäßigen Gebrauch von etwas hast, ist eine gelegentliche Nutzung durchaus vertretbar.

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In Bezug auf das Essen in den Parks

 

Phantasialand: Finde ich persönlich als das geschmackvollste der Parks. Preis/Leistung ist in einem vernünftigen Verhältnis somit sehr gut. Preislich würde ich sagen, kommt es den Preisen außerhalb gleich. Nur Schwanensnack, oder alles was Niederländisch ist, kann man meiner Meinung nicht essen.

 

Europapark: Essen ist auch im Lecker Bereich, aber meines Erachtens nicht so hochwertig wie das im PHL. Das Preis/Leitungs-Verhältnis ist auch gut.

 

Disneyland: Viel Fastfood, sehr teuer, Preis/Leisung ausreichend. Restaurants sind auch sehr teuer, allerdings werden auch, wie es in Frankreich Gesetz ist, Menüs angeboten, jedoch auch Preislich sehr hoch. 

 

Moviepark: Geschmacklich das mieseste, was ich kenne. Preis finde ich für die Leistung zu hoch. Das einzige, was man essen kann, ist bei Subway. Aber die Brote sind wohl schmaler wie bei den anderen Filialen. Preis/Leistung ist da mangelhaft.

 

Holidaypark: Geschmacklich im essbaren Bereich. Restaurants haben Pommesbudenniveau, die Bratwurst ist gut, aber chaotisch mit den Zugaben, bei meinem Besuch waren die Brötchen aus. Preis/Leistung im befriedigenden Bereich.

 

Efteling/Walibi Holland: Ich mag halt niederländisches FastFood, wie Frikandel, Rundfleeskroket etc. Das ist für mich sehr lecker. Restaurants habe ich da nicht benutzt. für das FastFood bekommen beide ein Preis/Leistung gut von mir.

 

Toverland: Da spalten sich wohl die Geister. Ich kann nur sagen, das ich leckeres essen für einen etwas höheren Preis erhalten habe, FastFood ist genauso vom Geschmack wie bei Efteling und Walibi. Preis/Leistung gut. Was richtig gerockt hat, war bei dem Halloweenevent die Fremdfirma Friethoes, die Fritten angeboten haben. Geschmacklich sehr gut, allerdings vom Preis her recht hoch, trotzdem sehr empfehlenswert. Hoffe man wird sich noch mal für Friethoes entscheiden.

 

Slagharen: Da war ich sehr verblüfft, der Schwesterpark -  Movie Park -  kann sich da eine dicke Scheibe von abschneiden. Preis/Leistung sehr gut.

 

Bobbejaanland: Das Restaurant war für mich jetzt nicht überzeugend, da was zu essen. Aber FastFood war auch da okay. Preis/Leistung befriedigend.

 

Das ist meine Meinung über diese Parks, aber der Geschmack ist ja verschieden und das ist auch gut so. 

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  • 2 months later...

Bezüglich Disneyland muss ich hier mal mit einigen Falschinformationen aufräumen. Dass man bei Disney den Namen zahlt und es ja viel teurer ist, als andere Parks ist genau so eine Behauptung wie das jahrelange Movie Park Bashing.

Beim Disneyland ist es tatsächlich so, dass man als Tagesbesucher viel bezahlt. Man ist aber meiner Meinung nach auch selbst schuld, wenn man bei der Menge an Attraktionen so viel bezahlt, weil man nur einen Tag dort bleibt.

Es gibt das ganze Jahr über Angebote für die eigenen Hotels, wo das Essen im Preis inklusive ist. Ich habe mal spontan geschaut und da bekommt man von morgen bis Freitag für zwei Personen zwei Nächte in der Sequoia Lodge inklusive Eintritte und Halbpension für 700€. Das macht pro person pro Nacht 175€. Da man in der Sequoia Lodge die Plus Variante bei der Verpflegung hat, bekommt man in den Buffet Restaurants auch so viele Getränke wie man möchte. Gegen einen geringen Aufpreis kann man auch noch ein Mittagessen mit einbauen. Das soll mal bitte jemand von euch im Phantasialand oder im Europa Park schaffen. Dort muss ich bei einer Hotelübernachtung zusätzlich noch Tagestickets kaufen. Wenn ich es noch günstiger will, kann ich auch auf das Santa Fe ausweichen, da liegt man dann im Schnitt bei ca. 80€ pro Nacht inklusive Eintritt und Essen.

Generell habe ich manchmal den Eindruck, dass Leute hier das Essen im Park bewerten, aber noch nie in einem der besseren Restaurants waren. Wenn man die Gutscheine hat, kann man sich das eben erlauben und dann kann man sehr lecker im ehemaligen Blue Lagoon essen oder in den Studios im Chez Rémy. Außerdem kann man sich sogar die Buffalo Bill Dinner Show ansehen und den Gutschein verrechnen lassen. Das kostet dann sehr wenig und man hat wirklich tolle Unterhaltung.

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Widerstand lohnt sich: bei Computerspielen sind erste Erfolge gegen Abzockpraktiken zu verzeichnen!

 

Wer sich mit Computerspielen beschäftigt, wird vielleicht mitbekommen haben, wie sich in den letzten Jahren zunehmend Praktiken eingeschlichen haben, den Spielern auch nach dem Kauf von Vollpreis-Spielen noch weiter Geld abnehmen zu wollen. Etwa dadurch, dass z.B. Waffen und Bonusgegenstände im Spiel für echtes Geld verkauft werden, oder auch, dass Spiele nur noch verstümmelt erhältlich sind und eigentlich dazugehörende Teile nochmal extra bezahlt werden sollen. Im schlimmsten Fall werden in Multiplayer-Spielen Normalspieler gegen solche ins Feld geschickt, die sich gegen echtes Geld besser ausrüsten können, oder die erst gegen Zahlung die starken Spielfiguren freigeschaltet haben. Teils ist es wie einst bei Arcade-Spielautomaten, dass man ständig Geld nachwerfen soll.

 

Etliche dieser Praktiken waren bislang schon bei "kostenlosen" Browser- und Mobilspielen üblich, aber die großen Publisher waren gierig und wollten es auch bei hochpreisigen Spielen einführen, wo die Spieler erwarten, mit einem einmaligen Pauschalpreis alles bezahlt zu haben. Tatsächlich wurden mit einzelnen Titeln durch solche Mikrotransaktionen (die nicht immer "mikro" sind) enorme Gewinne gemacht.

 

Zu der finanziellen Abzocke kommt die Beeinträchtigung des Spielerlebnisses, wenn an jeder Ecke ein Shop eingeblendet und gebettelt wird, wenn die Spiele nur noch um virtuelle Bezahlschranken herum designt werden, statt für reinen Spielspaß. Bei Multiplayer-Spielen erwartet man Fairness, die durch pay2win grundsätzlich ausgehebelt wird (man denke an ein Monopoly-Spiel, wo man gegen Echtgeld mehr Spielgeld, zusätzliche Würfe und Karten kaufen könnte...).

 

Jedenfalls gab es letztes Jahr ein großes Theater um das Star Wars-Spiel "Battlefront 2", das zusätzlich zu einem hohen Kaufpreis die Spieler noch zu weiteren Zahlungen im Spiel drängte und in Multiplayer-Spielen zahlenden Spielern Vorteile gewährte (pay2win). Nachdem sich diese Praktiken lange eingeschlichen hatten und nur in Foren darüber geschimpft wurde, war es der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

 

Jedenfalls mussten die Pay2Win-Optionen für etliche Monate aus SW Battlefront 2 rausgenommen werden, für andere Spiele wurden sie gar nicht eingeführt oder auf kleinere Übel reduziert. Dass man bei Premiumtiteln im Nachhinein noch mal ständig angebettelt wird und nachzahlen soll, scheint sich nicht durchzusetzen. Auch fangen Spielemagazine an, solche Geldschneiderei und Störung des Spielerlebnisses in ihre Tests und Wertungen aufzunehmen, aber noch nicht überall im gebotenen Maße. SW Battlefront 2 hat bislang die Erwartungen verfehlt und wurde recht schnell zu niedrigen Preisen verramscht, aber mit der Drohung, die Bezahlmechanismen im Spiel bald wieder zu aktivieren. Ein anderes Spiel, "Metal Gear Survive", das eine bekannte Spielereihe fortsetzen soll, ist noch nach dem ursprünglichen Gier-Schema verkrüppelt mit deaktivierten, nur gegen hohe Extrazahlungen freizuschaltenden Features, und es scheitert gnadenlos am Markt (wofür es allerdings auch noch andere Gründe gibt).

 

Die ursprüngliche Absicht, Spielern, die schon 60-100€ für ein Spiel zahlen, im Nachhinein nochmal das doppelte und dreifache über "Mikrotransaktionen" abnehmen zu wollen, kann also als gescheitert betrachtet werden. Es gibt zwar immer noch Wermutstropfen, viele Spiele haben immer noch Shops für "kosmetische" Veränderungen, ohne Einfluss auf das Spiel, aber der kontinuierlichen Geldschneiderei in Vollpreis-Spielen wurde ein klares Stoppsignal gegeben.

 

Da ist auch der Vergleich zu Freizeitparks passend: wenn man 40-50€ zahlt, erwartet man, dass es ein Pauschalpreis ist, wo alles drin ist und nicht noch ständig nachgefordert wird. Man will ein angenehmes Erlebnis haben, was man nicht hat, wenn man für einen schon recht hohen Eintritt auch noch als Untermensch dasteht, an dem man Mehrzahler in einer parallel verlaufenden Schlange vorbei ziehen lässt. In gewissem Maße kann ein Park dann noch mit tollen Attraktionen locken, aber irgendwann kommt der Punkt, wo das egal ist und man es einfach sein lässt. Wichtig ist aber, dass es ein öffentliches Bewusstsein dafür gibt, und dazu gehört auch, dass in Foren auf solche Praktiken geschimpft wird und entsprechende Parks am Pranger stehen. Ohne den Shitstorm gegen Star Wars Battlefront 2 würde die Abzocke in Computerspielen auch munter weiter gehen. Nach dem, was ich z.B. über Port Aventura gelesen habe (wurde selbst in offiziellen Parkmagazinen als "Abzock-Park" bezeichnet), würde ich da nicht hingehen, egal, was die für Attraktionen haben. Und nur, wenn viele zahlende Kunden wegbleiben, lohnen sich solche Abzockpraktiken insgesamt nicht mehr. Da können die Kunden durchaus die Parks "erziehen", zumindest soweit, dass sie solche Dinge auf ein minimales Übel reduzieren.

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@PhantaDad2017

 

Ist alles richtig. Man sollte aber hinzufügen das hier im Videospielbereich meines Wissens nach noch ein ganz anderes Problem bestand. So konnte man im Falle von Star Wars Battlefront 2 nicht einfach Produkt XY dazu kaufen sondern man musste Lootboxen kaufen welche das Gewünschte Produkt enthalten können. Hier war also zusätzlich noch Glücksspiel dabei was dazu führte das manche Länder diese Lootboxen als Glücksspiel gewertet haben bzw. überlegt haben ob sie dieses tun sollten.

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@Bananenblatt Die Lootboxen waren/sind ein zusätzliches Problem, aber nicht der Kern davon. Wobei allerdings dazu kommt, dass man da kein garantiertes Zufallssystem mehr hat, wie bei Panini-Bildern oder Wundertüten, sondern dass so ein Spielserver durchaus erkennen kann, was man noch braucht, und einem dann womöglich nur allen möglichen sonstigen Schrott in die Lootboxen packt, damit man richtig viel Geld ausgibt, bis man den gewünschten Inhalt bekommt.

 

Speziell bei Mobil- und Browserspielen haben sich allerdings ausbeuterische, im Grunde kriminelle Manipulationsmechanismen aus der Glücksspielbranche eingebürgert, um einzelne, anfällige Spieler ("Wale") wirklich ruinös auszunehmen. Die geben dann zehntausende Dollar für Handyspiele mit 1980er C64- oder Amiga-Grafik aus, verspielen u.U. ihr ganzes Hab und Gut. Viele Mobilspiele leben davon, weil nur ein winziger Teil überhaupt bezahlt. Und die gierigen Mainstream-Publisher meinten, sie könnten das auch auf teuren PC- und Konsolenspielen nachmachen.

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Also, Vordrängelpässe zum Pauschalpreis sind etwas, was eigentlich nicht gehen sollte. Ich fürchte, man bekommt diesen Mist nicht ganz weg, weil damit die Parks etliches Geld zusätzlich machen können. Ich würde mir ein "kleinstes Übel" bei Schnellzugängen etwa wie folgt vorstellen, wobei auch ein kleines Übel immer noch ein Übel ist:

 

- Bezahlung pro Fahrt, keine Pauschal-Schnellpässe. Begrenzte Gesamtzahl der Schnellzugänge. Sonst blockieren Schnellpass-Nutzer ständig die Attraktionen für Normalzahler.

 

- kein absoluter Vorrang, Aufteilung zwischen Schnell- und Normalschlange.

 

- Schnellzugänge sollen insgesamt die Ausnahme sein und keine reguläre Option für die Masse der Parkbesucher. Wenige Schnellzugänge bei Jahreskartenbesitzern und Hotelgästen kann ich noch tolerieren, da eingeschränkter Personenkreis.

 

- Schnellzugänge sollen teuer sein. Ja, das ist eine gute Eigenschaft: wer Vorzugsbehandlung will, soll dafür löhnen, und zwar kräftig. Außerdem wird damit der Druck zu einem "zweiten Eintritt" verringert, wenn die Mehrkosten erheblich sind. Bei besonders beliebten/neuen Attraktionen auch mit Extra-Aufschlag. Die Parks dürften damit auch kein wirkliches Problem haben...

 

- Keine sichtbare Hierarchisierung der Gäste (Normalzahler als "Untermenschen"): also keine parallelen Schlangen, sondern diskreter Schnellzugang über Seiteneingänge oder Ausgang, wie bei älteren PHL-Attraktionen. Keine sichtbaren Markierungen von "Premium-Kunden" durch Armbänder usw. So ein Park ist schließlich eine Vergnügungseinrichtung und nichts, wo man sich erniedrigen lassen will, und auch nichts, wo man mehr oder minder zwangsweise durch muss (wie Flughafen-Gates mit Priority Boarding).

 

- Grundsätzlich nichts, wo der reguläre Besucher für normale Nutzung von Attraktionen nachzahlen muss, seien es Schnellzugänge, Gebühren für Schließfächer oder ähnliches.

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