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Die Sache mit der Erweiterung...

Empfohlene Antworten

Ich habe mich schon sehr lange hier nicht mehr zu Wort gemeldet. So lange, dass ich nicht mehr weiß, mit welcher E-Mail-Adresse ich mich damals angemeldet und mich nun neu registriert habe. 😆

 

Das Erweiterungsverfahren läuft nun schon ca. 25 (!) Jahre. Und es ist klar, dass selbst bei grünem Licht im Brühler Rat noch viele weitere Jahre vergehen werden, bis überhaupt mal ein Bagger anrücken darf.

 

Jetzt kann man viel auf die Politik schimpfen, auf die Naturschützer, auf den bürokratischen Staatsapparat – und doch komme ich mittlerweile zu dem Schluss, dem Phantasialand mindestens mal eine Teilschuld an diesem langwierigen Verfahren zu geben.

 

Sich in ein Naturschutzgebiet erweitern zu wollen, gleicht wirklich einem Himmelfahrtskommando. Und selbst wenn man am Ende am Ziel angelangt, hat man viel verbrannte Erde hinterlassen und letztlich „nur“ eine kleine, fast schon bemitleidenswerte Lösung erhalten, ein kleines Stück Tümpel ohne weitere Perspektive auf zukünftige Erweiterungen, da vollständig eingeschlossen von Autobahn, Bundesstraße und dem eigenen Freizeitpark. Ist das ein erstrebenswertes Zukunftsszenario, das den 25-jährigen Aufwand (+ X) rechtfertigt?

 

Ich weiß, dass das Naturschutzgebiet nie zur ersten Wahl gehörte. Anfang der 2000er waren die Pläne in Richtung Wohngebiet / China- und Mystery-Parkplatz ausführlich begutachtet worden. Und dennoch ist aus meiner Sicht eine ganz entscheidende Option viel zu wenig betrachtet worden: Eine Erweiterungsfläche mit ein paar Kilometern Distanz zum Ursprungspark.

 

Ein Bürger hat am Montagabend in der Ratssitzung genau diesen Punkt aufgegriffen, aber keine Erklärung des Bürgermeisters erhalten: Warum muss die Erweiterungsfläche direkt an den bestehenden Park angrenzen? Es war ohnehin nie der Plan (zumindest nie kommuniziert worden), den bestehenden Park einfach nur zu vergrößern. Es ging immer um die betriebswirtschaftliche Idee, ein Zusatzangebot zu schaffen, um mehr Übernachtungen pro Kopf zu generieren. Hier war dann der Wasserpark ins Gespräch gebracht worden. Aber ob nun Wasserpark, Theaterhalle oder ein zweiter Themenpark mit separatem Eintrittspreis – für all diese Angebote braucht es keine direkte Grenze zum bestehenden Freizeitpark.

 

Ja, es ist ganz nett, wenn man als Hotelgast nur ein paar Meter von einem Park zum nächsten Angebot schlendern kann. Aber ist das heute noch der gelebte Standard? In den USA sind die Shuttlebusse oder Monorails, die die großen Distanzen zwischen den Parks überbrücken, nicht mehr wegzudenken. Und auch der Europa-Park hat nicht darauf gepocht, seinen Wasserpark direkt neben die hinterletzte Kurve von Wodan zu setzen. Stattdessen fahren auch hier Shuttlebusse und sorgen für eine nahtlose Verbindung.

 

Ohne es im Detail geprüft zu haben: Aber aus meiner Sicht hätte das Phantasialand sich sehr viel Ärger, sehr viele Jahre Verzögerung erspart und gleichzeitig sehr viel mehr Erweiterungsfläche (auch perspektivisch für die weiteren Jahrzehnte) sichern können, wenn sie wenige Kilometer weiter – außerhalb des Ville-Waldes – die Wiesen und Acker der Landwirte und Kommunen ins Visier genommen hätten. Klar, am Ende geht es auch ums Geld, aber es kann mir niemand sagen, dass die letzten 25 Jahre mit all den Gutachten, Prüfprozessen und letztlich der entgangenen Gewinne aufgrund des fehlenden Zusatzangebots (potenzieller Wasserpark o. ä.) kein teurer Spaß gewesen sind.

 

Und noch etwas wurde bei der Fragerunde mit den Bürgern deutlich: Die Brühler Bevölkerung ist einfach viel zu schlecht vom Phantasialand grundinformiert. Wo sind die Infostände vom Phantasialand? Wo sind die Flugblätter, die alle Details und Hintergründe aufzeigen? Wo wird die Flächennot auch einmal deutlich gemacht? Und erklärt, dass man die letzten Jahre wirklich probiert hat, ohne Expansion auszukommen (Abriss alt gegen neu) – und nicht einfach wie wild irgendwelche Naturschutzgebiete dem Erdboden gleichmachen möchte, um die Gier nach Wachstum zu stillen. Es geht doch vielmehr um eine Absicherung des Standorts, um mehr Qualität, längere Aufenthalte, weniger Tagesmassendruck. Das bedeutet dann auch weniger Verkehrsspitzen, weniger Tagesandrang und einfach höhere Wertschöpfung pro Gast (und damit auch ein längerer Aufenthalt in Brühl generell

 

Ich wünsche dem Park natürlich ein positives Ergebnis bei dieser ewigen Debatte. Aber ich hätte schon viel früher die Notbremse gezogen und mich um Alternativen gekümmert. Man hätte dabei auch perfekt die Umweltschützer mit ins Boot holen und in die Pflicht nehmen können, die ja immer betonen, sie würden dem Park eine Erweiterung gönnen – aber eben nicht ins Naturschutzgebiet. So hätte an anderer Stelle die Kompromissbereitschaft vielleicht ganz anders ausgesehen und eine Genehmigung deutlich beschleunigt werden können.

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  • Es kommt wieder einiges an Bewegung in die Sache!   https://www.instagram.com/p/CXg9bzeLIq5/   Beschluss: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-160

  • So manch einer hier versucht aber auch echt hart, die Freizeitparkszene so richtig schlecht darzustellen. Dann noch Leuten indirekt zu sagen, dass sie doch bitte die Fresse halten sollen. Mindestens g

  • Jetzt ist alles klar! 😜   https://ksta.de/713440

Gepostete Bilder

vor 15 Minuten, Futuristic hat gesagt:

Ich habe mich schon sehr lange hier nicht mehr zu Wort gemeldet. So lange, dass ich nicht mehr weiß, mit welcher E-Mail-Adresse ich mich damals angemeldet und mich nun neu registriert habe. 😆

Weißt du denn noch wie du heißt?tatschel

vor 30 Minuten, Futuristic hat gesagt:

Wo sind die Flugblätter, die alle Details und Hintergründe aufzeigen?

Es gab mal vor 15 Jahren so eins. Eine ganze Generation !!! hat sozusagen nix davon mitbekommen. Das sagt schon einiges aus über das Phantasialand. Teilschuld klingt schonmal ganz gut....

.

.

Und dazwischen gab es im Schlossboten nur mimimi über Fr. Holderried000_cry

vor 16 Stunden, PhLucas hat gesagt:

Das Aufstellen von Bebauungsplänen ist eine kommunale Angelegenheit. Die Landesregierung oder der Landtag haben keine Befugnis, anstelle einer Kommune solche Entscheidungen zu treffen. Dieses Prinzip nennt sich kommunale Selbstverwaltung und hat Verfassungsrang (Art. 28 II GG).

Schon richtig, mir ging es nicht darum auf den Status Quo vom Rechtlichen einzugehen, der war mir auch selbst so bewusst. Mir ging es eher darum ob bei einem Unternehmen, welches 2 Millionen Gäste jährlich begrüßt und Teile davon auchbeherbergt, überhaupt eine solche Entscheidung von der Kompetenz her auf lokaler Ebene getroffen werden kann, weil es in meinen Augen eben doch ein deutlich größeres Interesse ist, als man in der Lokalpolitik entscheiden könnte.

Der Umfang ist eben für mich ein anderer. Wenn auf die Erweiterung jetzt Firma Müller erweitern würde, die Metallsiebe herstellt, ist das eben was anderes als ein Tourismusbetrieb mit 2 Millionen Gästen. Ich hoffe man versteht, was ich meine. 😅

So sehe ich das auch.

Überzeugungsarbeit bringt allerdings auch nur/erst etwas, wenn man bereit ist zuzuhören und sich überzeugen zu lassen.

Einer aktiven Artenschutz-Schützerin, die sich n.e.A. auf-opfernd privat um Fledermäuse im besagten Gebiet kümmert, wirst du da auch nicht überzeugen können.

Unter einem Resort verstehe ich eine geschlossene Bubble - eben eine Gesamtanlage, mit zentralem Anlaufpunkt -, was sicher wirtschaftlich, aber auch (verkehrs-)logistisch für den Park Sinn macht.

Eine Auslagerung würde in meinen Augen praktisch bedeuten, dass Familien bspw. einen Tag im Park verbringen, im Hotel schlafen und den nächsten Tag mit dem eigenen PKW in den Aquapark fahren. Ein vorhandener Shuttle würde für uns als Familie wenig Sinn ergeben. Durch den Check-Out im Hotel sehe ich keine Verpflichtung mehr nochmals dort hinzufahren, zumal das Gepäck ohnehin im Auto verweilen würde und man vom Aqua-Park direkt die Heimreise antreten kann.

Damit entfällt dann auch die Immersion, sowie das Alleinstellungsmerkmal.

Streng genommen kann ich dann nämlich auf meiner 150km Fahrtstrecke auf dem Rückweg auch ein anderes Bad besuchen. Allerdings ist dann überhaupt die Frage, ob dann noch ein Schwimmbad-Besuch notwendig wäre.

Persönlich glaube ich nicht, dass Bad auf der Fläche des PHL Sinn macht. Generell ist es ja eher die Ausnahme, dass ein Freizeitpark auch Schwimmbäder betreibt. Das mag in Rust und in Florida der Fall sein, die Voraussetzungen sind dort jedoch grundsätzlich andere.

Meines Erachtens wäre eine Kooperation mit der Therme Euskirchen oder ein gemeinsam renoviertes Karlsbad in Brühl die bessere Wahl. PHL Freizeitpark so erweitern, dass der Besuch definitiv 2 Tage füllt. Für Personen, die gerne schwimmen, Shuttle Bus zu Euskirchen / Karlsbad anbieten. Günstiger und zielführender.

Hinzu kommt: eine Kooperation ist ja zweiseitig. Gäste, die die Therme Euskirchen besuchen und dort übernachten, würden dann auch das PHL in Erwägung ziehen - und umgekehrt. Beide Firmen würden von der Kooperation profitieren. Wird hingegen in Brühl das Bad gebaut, entsteht Konkurrenz und beide Seiten leiden.

Deshalb ist meine Meinung: besser Kooperation statt Konfrontation.

vor 7 Stunden, Frisbee hat gesagt:

Persönlich glaube ich nicht, dass Bad auf der Fläche des PHL Sinn macht. Generell ist es ja eher die Ausnahme, dass ein Freizeitpark auch Schwimmbäder betreibt. Das mag in Rust und in Florida der Fall sein, die Voraussetzungen sind dort jedoch grundsätzlich andere.

Alle die mir aus dem Kopf einfallen in Europa: Plopsa, Walibi, Duinrell, Slagharen, Port Aventura, Alton Towers, Gardaland, Djrus Sommerland, Skara Sommerland, Farup Sommerland, Liseberg, Mirabilandia, Energylandia - Ausnahme also? Weiß ich ja nicht.

vor 31 Minuten, flaffstar hat gesagt:

Nach langer, stellenweise emotionaler und polemischer Diskussion und zwei Sitzungsunterbrechungen von insgesamt einer halben Stunde kam dann die überraschende Wende:

Der Rat beschloss einstimmig, zu vertagen und das Thema am 9. Juli im Planungsausschuss zu behandeln. Am 13. Juli soll dann der Rat entscheiden.

..............

Das Phantasialand kritisierte die überraschende Vertagung als „unnötige weitere Verzögerung“.

...................

Das Netzwerk NSG Ententeich kündigte ein Bürgerbegehren unmittelbar nach der Ratssitzung am 13. Juli an, sollte der Rat die Einleitung des Bauleitverfahrens beschließen.

................

Für einen Bürgerentscheid benötige man 7.500 Stimmen, um den Ausbau des Phantasialands zu stoppen. „Wir werden am Tag nach dem Ratsbeschluss zur Aufnahme des Bauleitverfahrens zu einer Erweiterung des Phantasialands loslegen und

von Tür zu Tür gehen“, versicherte Sprecher Stephan Stübner.

Quelle Schlossbote: wi-paper.de/download/190633c61e7b?page=10

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