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Gast

Die Sache mit der Erweiterung...

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Um auf @Bahnschalker und @UP87 einzugehen:

 

Es geht dem Phantasialand mit der Erweiterung ja nicht (mehr (auf Grund der Kompromisse))

darum, neue Freizeitparkelemente á la Achterbahnen & Co. anzubieten, sondern die Angebotspalette dergestalt zu erweitern, dass die Besucher länger dort verweilen (Resort-Gedanke, Ziel für Kurzurlaube). Deshalb die Pläne für den Wasserpark + Hotel etc. pp.
Daher werden die sicherlich/hoffentlich an der Erweiterung festhalten...der Park wird doch jetzt schon quer gesponsert durch BtP u.a.

Ohne diese gewinnträchtigen Elemente wäre sicher schon längst Schluss. Herr Kenter (Direktor Park) hat mal geäußert, dass man den durchschnittlichen Besucher des Parks mit 25 Euro Einnahmen kalkuliert (ist ca. 5 Jahre her)...Mischkalkulation wegen Vergünstigungen, Aktionen, Selbstverpflegung usw.
Schwer vorstellbar bei dieser Zahl, dass der Park mit Einnahmen iHv 1,75 Mio Besucher x 25 Euro = 43,75 Mio Euro überleben könnte, geschweige denn solche Investitionen tätigen, wie sie in den letzen 12 Jahren (über 200 Mio Euro*) erfolgt sind


*

Black Mamba 22 Mio (offizielle Zahl)

Talocan 7,5 Mio (offizielle Zahl)

Hotel Matamba 10 Mio (Schätzung)

Kaiserplatz/Maus au Chocolat (Schätzung) 20 Mio (allein der Arkadengang hat Zusatzkosten von 1 Mio Euro verursacht, O-Ton Ralf Kenter)

Chiapas 40 Mio (Schätzung)

Klugheim 50 Mio (Schätzung)

Rookburgh --> gar nicht auszudenken

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Naja, rulantica muss ja auxhberstnal gut werden. Es ist ja nicht mit nem schicken Bad und ein paar Rutschen getan.

in Plettenberg zum Beispiel sind Wasser und Umgebungstemperaturen viel zu kalt.

In Erding stimmt die Wassertemperatur, die Umgebungstemperaturen sind Grenzwertig. Entscheidet sich also Rust bei dem Riesen komplex für 2 grad zu wenig, wird das nix.

das phl hat regional Konkurrenz durch das aqualand. Das kann aber nicht sinnvoll erweitern am aktuellen Standort meiner Meinung nach. Wenn man also was richtig großes aus dem Boden stampft kann das durchaus ein knalller werden.

ich hoffe nicht mit verbilligtem Eintritt für Holländer ;-)

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37 minutes ago, NurGast said:

Um auf @Bahnschalker und @UP87 einzugehen:

 

Es geht dem Phantasialand mit der Erweiterung ja nicht (mehr (auf Grund der Kompromisse))

darum, neue Freizeitparkelemente á la Achterbahnen & Co. anzubieten, sondern die Angebotspalette dergestalt zu erweitern, dass die Besucher länger dort verweilen (Resort-Gedanke, Ziel für Kurzurlaube). Deshalb die Pläne für den Wasserpark + Hotel etc. pp.
Daher werden die sicherlich/hoffentlich an der Erweiterung festhalten...der Park wird doch jetzt schon quer gesponsert durch BtP u.a.

Ohne diese gewinnträchtigen Elemente wäre sicher schon längst Schluss. Herr Kenter (Direktor Park) hat mal geäußert, dass man den durchschnittlichen Besucher des Parks mit 25 Euro Einnahmen kalkuliert (ist ca. 5 Jahre her)...Mischkalkulation wegen Vergünstigungen, Aktionen, Selbstverpflegung usw.
Schwer vorstellbar bei dieser Zahl, dass der Park mit Einnahmen iHv 1,75 Mio Besucher x 25 Euro = 43,75 Mio Euro überleben könnte, geschweige denn solche Investitionen tätigen, wie sie in den letzen 12 Jahren (über 200 Mio Euro*) erfolgt sind


*

Black Mamba 22 Mio (offizielle Zahl)

Talocan 7,5 Mio (offizielle Zahl)

Hotel Matamba 10 Mio (Schätzung)

Kaiserplatz/Maus au Chocolat (Schätzung) 20 Mio (allein der Arkadengang hat Zusatzkosten von 1 Mio Euro verursacht, O-Ton Ralf Kenter)

Chiapas 40 Mio (Schätzung)

Klugheim 50 Mio (Schätzung)

Rookburgh --> gar nicht auszudenken

 

Diese Einnahmenrechnung finde ich schwierig, da der Park mit einer einzigen Cola doch schon mehr Profit macht als mit dem Parkeintritt (weshalb es auch umgekehrt nicht so weh tut eine 2-für-1-Aktion abzuhalten da die Grenzkosten pro zusätzlichem Besucher marginal sind wenn man eine gewisse Grundlast erreicht). Zudem sind die Hoteleinnahmen da nicht mit eingerechnet und auch wenn das Phantasialand da weit hinter anderen Resorts hinterher hinkt wird da doch schon ordentlich Geld verdient. Ähnliches gilt für Geschichten wie Fantissima - was sicherlich auch Gäste anzieht die sonst kein Interesse am Phantasialand hätten - und generell die ungewöhnliche Dichte an Restaurants und Essensständen im Park weil da eben das Geld verdient wird.

 

Zu den Investitionen:

Chiapas hat ziemlich sicher 26 Millionen Euro gekostet. Wenn ich meine Quelle wiederfinde werde ich sie verlinken.

 

Allein Taron würde ich ohne ein einziges Theming-Element bei 30 Millionen Euro ansetzen. Intamin ist teuer, und die nötige Detailplanung wird vermutlich jedes bisherige Intamin-Projekt übertroffen haben. Dazu kommt die technische Komponente. Schon für die Hydraulik-Launcher hat Intamin damals fast immer 20 Millionen aufwärts gefordert (womit sich auch so Desaster wie Desert Race leicht erklären lassen, das war nämlich im Verhältnis spottbillig) und die LSMs bei Taron sind auch nicht von der Stange. Klugheim als Gesamtprojekt kommt sicher an die 60-70 Millionen ran.

 

Allerdings muss man auch sehen wie das ganze Kaufmännisch gehandhabt wird. Das Phantasialand plant diese Projekte mit einer gewissen Mindestnutzungszeit und über diese werden die Investitionskosten abgeschrieben. Passenderweise macht man sowas zu einer historischen Niedrigzinsphase damit einem die Kapitalkosten diese Rechnung nicht versauen. So mag es sein, dass sich Klugheim und Rookburgh nicht direkt mit den derzeitigen Parkeinnahmen querfinanzieren lassen, allerdings ist über die zu erwartende Nutzungsdauer - allein schon aufgrund der Platzproblematik - nicht zu erwarten dass Projekte in diesem Ausmaß noch häufiger in einem Abstand von 5 Jahren durchgeführt werden.

 

Wenn wir also einfach mal spaßeshalber Taron und F.L.Y. mit jeweils 30 Millionen Euro ansetzen (nehmen wir mal nur die Hardware, da Theming regelmäßiger runderneuert werden muss. Siehe Deep in Africa), und von einer Nutzungsdauer von 25 Jahren ausgehen, muss das Phantasialand mit beiden Achterbahnen "lediglich" 2,4 Millionen Euro Gegenfinanzierung pro Jahr aufbringen.

 

Damit lässt sich übrigens auch relativ leicht erklären, wieso der Temple-Komplex so weit hinten auf der Liste der geplanten Abbruchvorhaben steht. Der ist nämlich schon längst abgeschrieben und auch wenn er nicht schön sein mag, mit seinen zwei Attraktionen die eine spektakulär gute Kapazität haben sowie Fantassima ist das derzeit die reinste Gelddruckmaschine. Die Leute fahren mit seinen Attraktionen und bezahlen für Fantissima, aus kaufmännischer Sicht gibt es da einfach keinen Investitionsbedarf. Ganz im Gegenteil, der Temple-Komplex finanziert eigentlich Klugheim und Rookburgh, da der im Gegensatz zu Deep in Africa (was mit meiner obigen Darstellung jetzt ziemlich genau halb über den Berg ist), dem Kaiserplatz oder Chiapas mit einem dicken fetten Plus in der Bilanz drinsteht.

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vor einer Stunde schrieb Volker:

in Plettenberg zum Beispiel sind Wasser und Umgebungstemperaturen viel zu kalt.

In Erding stimmt die Wassertemperatur, die Umgebungstemperaturen sind Grenzwertig. Entscheidet sich also Rust bei dem Riesen komplex für 2 grad zu wenig, wird das nix.

das phl hat regional Konkurrenz durch das aqualand. Das kann aber nicht sinnvoll erweitern am aktuellen Standort meiner Meinung nach. Wenn man also was richtig großes aus dem Boden stampft kann das durchaus ein knalller werden.

 

 

Wobei das ja persönliche Ansichten sind, die ich bei Plettenberg und Erding zum Beispiel nicht teilen kann, während ich dafür das Aqualand sehr zugig finde (und zudem nicht wirklich gut, aber das war ja nicht Thema...) 

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Plettenberg ist eisig.. Wasser kalt, Luft kalt obwohl draußen echt angenehm war. Hab ich 2x getestet, nie mehr.

 

Therme war super sowohl Luft als auch Wasser (draußen waren minus grade) und Aqualand ist immer recht frisch aber nicht kalt. Da gehe ich grundsätzlich nur hin wenn es draußen nicht zu kalt ist.

 

Aber das ist ein anderes Thema.

 

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Natürlich will das Phantasialand wachsen. Aber es macht keinen Sinn, ein “kleines Rust“ aufzubauen. Der Platz ist nicht da. Also muss sich unterscheiden (auch von anderen Parks) und Kundenwünsche erahnen und diese am besten wecken. Das ist die ganze Kunst.

 

Wer im - da sehe ich die entscheidende Neuerung: Stichwort Charles Lindbergh - also wirklich im Phantasialand übernachtet, hat ein Wochenende/Kurzurlaub der kurzen Wege. Der Besucher hat das “Problem“, ob er schon vor dem Frühstück auf F.L.Y. möchte oder erstmal einen Kaffee trinkt.

 

Jetzt spinnen wir die Idee mal weiter, Übernachten im Park: Ling Bao hat einen direkten Zugang zum Phantasialand, Matamba nicht. Dazwischen liegt das Silverado-Theater. Da ist es naheliegend, dass man sich davon trennt und den Platz für ein neues Hotel nutzt und so auch das Matamba einen direkten Zugang bekommt. 

 

Nun spinnen wir mal noch weiter rum: Der Haupteingang wird auch abgerissen und man erweitert Matamba oder Hotel X anstelle des Haupteingangs, dann kommt man schon sehr nah an Fantissima (durch Berlin, Rookburgh und die neue (?) Wuzetown-Halle, dann können alle Schlafmöglichkeiten nach der Abendunterhaltung ohne Wind und Wetter erreicht werden.

 

Natürlich alles ein bisschen viel Spekulation. Aber ich denke, der Fokus liegt jetzt darauf mehr Exklusivität insbesondere für Hotelbesucher (und auch Phantafriends 😁) zu bieten. Am Ende des Tages wird der Park sich weiter neu erschaffen, bevor man es erweitert.

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vor 4 Stunden schrieb Fluorineer:

 

Diese Einnahmenrechnung finde ich schwierig, da der Park mit einer einzigen Cola doch schon mehr Profit macht als mit dem Parkeintritt (weshalb es auch umgekehrt nicht so weh tut eine 2-für-1-Aktion abzuhalten da die Grenzkosten pro zusätzlichem Besucher marginal sind wenn man eine gewisse Grundlast erreicht). Zudem sind die Hoteleinnahmen da nicht mit eingerechnet und auch wenn das Phantasialand da weit hinter anderen Resorts hinterher hinkt wird da doch schon ordentlich Geld verdient. Ähnliches gilt für Geschichten wie Fantissima - was sicherlich auch Gäste anzieht die sonst kein Interesse am Phantasialand hätten - und generell die ungewöhnliche Dichte an Restaurants und Essensständen im Park weil da eben das Geld verdient wird.

 

Zu den Investitionen:

Chiapas hat ziemlich sicher 26 Millionen Euro gekostet. Wenn ich meine Quelle wiederfinde werde ich sie verlinken.

 

Allein Taron würde ich ohne ein einziges Theming-Element bei 30 Millionen Euro ansetzen. Intamin ist teuer, und die nötige Detailplanung wird vermutlich jedes bisherige Intamin-Projekt übertroffen haben. Dazu kommt die technische Komponente. Schon für die Hydraulik-Launcher hat Intamin damals fast immer 20 Millionen aufwärts gefordert (womit sich auch so Desaster wie Desert Race leicht erklären lassen, das war nämlich im Verhältnis spottbillig) und die LSMs bei Taron sind auch nicht von der Stange. Klugheim als Gesamtprojekt kommt sicher an die 60-70 Millionen ran.

 

Allerdings muss man auch sehen wie das ganze Kaufmännisch gehandhabt wird. Das Phantasialand plant diese Projekte mit einer gewissen Mindestnutzungszeit und über diese werden die Investitionskosten abgeschrieben. Passenderweise macht man sowas zu einer historischen Niedrigzinsphase damit einem die Kapitalkosten diese Rechnung nicht versauen. So mag es sein, dass sich Klugheim und Rookburgh nicht direkt mit den derzeitigen Parkeinnahmen querfinanzieren lassen, allerdings ist über die zu erwartende Nutzungsdauer - allein schon aufgrund der Platzproblematik - nicht zu erwarten dass Projekte in diesem Ausmaß noch häufiger in einem Abstand von 5 Jahren durchgeführt werden.

 

Wenn wir also einfach mal spaßeshalber Taron und F.L.Y. mit jeweils 30 Millionen Euro ansetzen (nehmen wir mal nur die Hardware, da Theming regelmäßiger runderneuert werden muss. Siehe Deep in Africa), und von einer Nutzungsdauer von 25 Jahren ausgehen, muss das Phantasialand mit beiden Achterbahnen "lediglich" 2,4 Millionen Euro Gegenfinanzierung pro Jahr aufbringen.

 

Damit lässt sich übrigens auch relativ leicht erklären, wieso der Temple-Komplex so weit hinten auf der Liste der geplanten Abbruchvorhaben steht. Der ist nämlich schon längst abgeschrieben und auch wenn er nicht schön sein mag, mit seinen zwei Attraktionen die eine spektakulär gute Kapazität haben sowie Fantassima ist das derzeit die reinste Gelddruckmaschine. Die Leute fahren mit seinen Attraktionen und bezahlen für Fantissima, aus kaufmännischer Sicht gibt es da einfach keinen Investitionsbedarf. Ganz im Gegenteil, der Temple-Komplex finanziert eigentlich Klugheim und Rookburgh, da der im Gegensatz zu Deep in Africa (was mit meiner obigen Darstellung jetzt ziemlich genau halb über den Berg ist), dem Kaiserplatz oder Chiapas mit einem dicken fetten Plus in der Bilanz drinsteht.

Das verstehe ich nicht so ganz. Warum soll der Temple-Komplex eine "Gelddruckmaschine" sein? Mir ist klar das der Park seine Attraktionen nicht aus der Westentasche bezahlt.

Ich verstehe dieses System nur nicht.

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Das mit „keinen Eingang zum Park“ stimmt ja nur bedingt. Das Hotel hat sogar 2, durch ein Tor direkt Richtung silverado und über die Brücke quasi direkt durch die Mamba durch Richtung Eingang Mamba. Sie sind bisher nur noch nicht offen. 

Was dem matamba fehlt ist ein Pool.

 

i

Ich gehe sogar noch weiter und stelle die Vermutung in den Raum, dass dieses Lindbergh Konservendosen Hotel eher ein Ersatz für das Smokey‘s digger Camp ist, also was preiswerteres. Für 4*s dürfte es schwierig werden an der Stelle....

 

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vor 10 Minuten schrieb Volker:

Ich gehe sogar noch weiter und stelle die Vermutung in den Raum, dass dieses Lindbergh Konservendosen Hotel eher ein Ersatz für das Smokey‘s digger Camp ist, also was preiswerteres. Für 4*s dürfte es schwierig werden an der Stelle....

Nicht schon wieder 🙈

 

vor 4 Stunden schrieb Fluorineer:

Diese Einnahmenrechnung finde ich schwierig, da der Park mit einer einzigen Cola doch schon mehr Profit macht als mit dem Parkeintritt (weshalb es auch umgekehrt nicht so weh tut eine 2-für-1-Aktion abzuhalten da die Grenzkosten pro zusätzlichem Besucher marginal sind wenn man eine gewisse Grundlast erreicht).

Wenn die Kosten pro zusätzlichem Besucher marginal sind wäre der Parkeintritt quasi Reingewinn. Bei der Cola hat der Park auch Kosten.

 

Die höchste Gewinnspanne wird bei den Übernachtungen liegen. Die Parks versuchen nicht ohne Grund sich zu mehrtägigen Urlaubszielen zu entwickeln. Dass die mehrtägigen Besucher auch mehrfach Geld im Park lassen kommt dann natürlich auch noch dazu.

 

Die Bahnen kannst du nicht für sich allein berechnen. Erstens kann dir niemand garantieren, dass sie ihre angedachte Lebensdauer erreichen. Das kann viele Ursachen haben. Technische aber auch die Beliebtheit. Zweitens ist keine der Bahnen für sich genommen eine Gelddruckmaschine. Am ehesten noch die neuen. Die alten ziehen kaum Besucher an. Sie sind halt da. Das gilt selbst für (ehemals) sehr gute Bahnen wie den Temple oder Colorado. Aber was ich sagen will ist, dass nur ein gutes Gesamtprodukt funktioniert. Und solange eine alte Bahn angenommen wird, Kapazitäten bereitstellt und keine zu hohen Wartungskosten verursacht - und solange der Park als Ganzes Besucher anzieht - gibt es nicht viel Grund teuer abzureißen und neu zu bauen.

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12 hours ago, Lana said:

Das verstehe ich nicht so ganz. Warum soll der Temple-Komplex eine "Gelddruckmaschine" sein? Mir ist klar das der Park seine Attraktionen nicht aus der Westentasche bezahlt.

Ich verstehe dieses System nur nicht.

 

Ganz billig betrachtet kosten alle Attraktionen erstmal nur Geld, da das Phantasialand kein Pay-Per-Ride System benutzt (das wäre auch furchtbar). Genau genommen muss man aber betrachten, inwiefern jede Attraktion für den Besucher den Gegenwert von bald 49,50€ Eintritt deckt. Und diese Deckung stellt man dann den Kosten gegenüber, die die Attraktion verursacht: zum einen im Betrieb, zum anderen in der Instandhaltung und die Abschreibung der Investition.

 

Gehen wir davon aus, dass der Temple-Komplex mäßig beliebt ist, und jeder Besucher im Schnitt 0,5x pro Besuch mit den Attraktionen fährt, also macht das 1 Million Fahrten pro Jahr auf Temple und auf der Hollywood-Tour. Durch die Tatsache, dass diese Attraktionen längst abgeschrieben sind, durch ihre wettergeschützte Lage und technische Einfachheit wenig Downtime haben, und beide Attraktionen eine Kapazität von ~1500 Personen pro Stunde aufweisen, kann man dort mit relativ wenig Personal, wenig Instandhaltungsaufwand und keinem Investitionsaufwand einen Teil des Besuchstages füllen, welchen die Besucher als Gegenwert für ihren Eintrittspreis erleben. Wenn man das vergleicht mit Talocan, die auch in den meisten Fällen lediglich ~30 Minuten des Besuchstags ausfüllt, das aber gleichzeitig für sehr viel weniger Besucher pro Stunde leisten kann, dann sieht man wie man für einen vergleichbaren Gegenwert (ich weiß, steile These, aber die Zielgruppen für Temple und Talocan sind ja auch höchst unterschiedlich) auf völlig unterschiedliche Kosten kommt. Der Temple ist also eine Gelddruckmaschine, da er einen Teil des Eintrittspreises rechtfertigt, aber einen proportional deutlich niedrigeren Teil der Gesamtkosten verursacht.

 

11 hours ago, UP87 said:

Wenn die Kosten pro zusätzlichem Besucher marginal sind wäre der Parkeintritt quasi Reingewinn. Bei der Cola hat der Park auch Kosten.

 

Aber genau deswegen macht der Park ja auch 2-für-1-Aktionen. Damit er auf jeden Fall die vollen 47 Euro kassiert. Das ist für die Einnahmenseite wichtig. Auf der Kostenseite tut sich dagegen nicht wirklich was, ob man jetzt einen oder zwei Tage im Park verbringt, vorallem wenn man das begrenzt auf Monate in denen es eh voll ist und man sowieso mit Höchstbesetzung planen muss. Alle Rabattaktionen laufen meines Wissens über Fremdanbieter, und gerade so Käseblätter wie die Einkauf-Aktuell mit einer Zielgruppe 65+ wird nicht viel dafür verlangen können wenn das Phantasialand dort seine Werbung platzieren möchte. Gleichzeitig erreicht das Phantasialand damit eine wunderbar lukrative Zielgruppe: Großeltern, die selber nicht viel fahren, aber ihren Enkeln den Tag finanzieren.

 

11 hours ago, UP87 said:

Zweitens ist keine der Bahnen für sich genommen eine Gelddruckmaschine. Am ehesten noch die neuen. Die alten ziehen kaum Besucher an. Sie sind halt da.

 

Hier muss man unterscheiden: da sein müssen alle Attraktionen. Colorado hat seine Daseinsberechtigung vorallem deshalb, weil es realistisch gesehen 1600-1800 Leute pro Stunde durchschleust. Da sind wir wieder bei der Deckung des Eintrittspreises aus Sicht des Besuchers. Neue Besucher anziehen muss dagegen nicht jede Bahn, es reicht wenn das wenige, dafür aber sehr gute Bahnen übernehmen. Aus Kapazitätsgründen hat man sowieso nicht viel Spielraum nach oben bei den Gesamtbesucherzahlen, also geht es vorallem darum, weniger zahlungsbereite Gäste durch eher zahlungsbereite Gäste zu ersetzen. So fies wie das klingen mag, aber nur so funktioniert das Geschäft. Mag sein dass viele ältere Gäste traurig sind, wenn es die Wildwasserbahnen oder die Silbermine nicht mehr gibt. Aber würden sie 49,50 Euro hinblättern, wenn sie dafür im Gegenzug "ihre" alten Attraktionen noch hätten? Vermutlich nicht.

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Wenn wir schon bei den Kosten sind,

interessant zu sehen, dass das Phantasialand jetzt bald bei 49,50 Euro ist 

und der Europa Park im gleichen Zeitraum, trotz verlusts teilweise von Holland und Skandinavien glaube ich ...

bei 52 ! Euronen liegt 

Preisanstieg 2,50 Euro ! 

 

Noch interessanter, dafür fehlen mir aber die Daten ist die Tatsache, dass das Phantasialand mal in einem 2-4 Jahre Zeitraum

teurer im Eintritt war als der EP ... bin mir aber nicht sicher wann, dass sie teurer waren weiß ich aber .. nicht viel 0,50-1,50 Euro ... 

bearbeitet von PhantasialandVeteran (Änderungen anzeigen)

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22 minutes ago, PhantasialandVeteran said:

Wenn wir schon bei den Kosten sind,

interessant zu sehen, dass das Phantasialand jetzt bald bei 49,50 Euro ist 

und der Europa Park im gleichen Zeitraum, trotz verlusts teilweise von Holland und Skandinavien glaube ich ...

bei 52 ! Euronen liegt 

Preisanstieg 2,50 Euro ! 

 

Noch interessanter, dafür fehlen mir aber die Daten ist die Tatsache, dass das Phantasialand mal in einem 2-4 Jahre Zeitraum

teurer im Eintritt war als der EP ... bin mir aber nicht sicher wann, dass sie teurer waren weiß ich aber .. nicht viel 0,50-1,50 Euro ... 

 

Beim Tagespreis muss man aber auch berücksichtigen, dass man als Besucher nur begrenzt Zeit hat. Ich war bis jetzt insgesamt 6 Tage im Europa-Park und habe immer noch nicht alles gemacht, da so ein Vintage-Photoshoot auch mal 2 Stunden dauern kann wenn der Shop ansonsten leer ist und man ein cooles Foto haben möchte. Was das 1-Tages-Erlebnis angeht finde ich es relativ fair, Phantasialand und Europa-Park auf einer Stufe zu sehen, auch wenn der EP natürlich mehr Variation erlaubt. Das ganze fällt erst ab, wenn man sich mehrtätige Aufenthalte anschaut, weil man da mit dem EP einfach viel mehr Möglichkeiten hat als im Phantasialand. Und genau das wird ja auch durch die unterschiedlich dimensionierten Resorts abgebildet: der EP eröffnet dieses Jahr sein 6. Hotel, das PHL hat gerade mal das dritte angekündigt.

 

Andererseits haben wir aber auch nicht mehr 2004 und das Theming des EP ist nicht mehr so unangefochten wie das viele Jahre lang dargestellt wurde. Wodan ist jetzt auch schon 7 Jahre alt und der starke Fokus des EP auf familienfreundlichere Attraktionen kommt nicht bei jedem so gut an, genau wie der Thrilllastige Kurs des Phantasialand nicht bei jedem gut ankommt. Eine EP-Jahreskarte käme z.B. für mich nicht infrage, da ich nicht weiß was ich da mehrmals im Jahr soll.

 

Der EP hat aber auch den Luxus, deutlich besser von früheren Zeiten zehren zu können als das Phantasialand das kann, und dadurch hat man ein irrsinnig breites Angebot im EP schaffen können. Ein schönes Beispiel ist Silver Star, die ist bis heute die vierthöchste B&M-Achterbahn überhaupt und war bis 2012 sogar die höchste! Trotzdem ist Silver Star eine reine Mitläuferattraktion im Park. Natürlich ein Highlight für manche Besucher, aber sie sticht im Angebot bei Weitem nicht so sehr heraus wie es Taron im Phantasialand tut. Aber Silver Star ist da, und das lässt sich der EP bezahlen. Im Gegenzug dazu gehört alles, was im Phantasialand vor 2006 entstanden ist, mittlerweile zur reinen Grundlast. Attraktionen, die nötig sind um das Angebot ausreichend und vielseitig genug für einen Tagesbesuch zu halten, sehr gute Attraktionen sogar, aber nichts worüber ausländische Besucher gezielt auf den Park aufmerksam gemacht werden würden.

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Der Zug mit dem Europa-Park Kopf an Kopf zu liegen ist mindestens seit 10 Jahren abgefahren. Einzelne Preiskategorien zu gewinnen ist noch drin, aber das Gesamtpaket ist nicht mehr einzuholen. Ich denke das weiß der Park auch selbst. ;)

Das Phantasialand muss für sich schauen, dass es die Leute aus der Umgebung begeistert und villeicht mal den ein oder anderen Gast, der genug von Rust hat hochlockt.

bearbeitet von TOTNHFan (Änderungen anzeigen)

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vor 15 Minuten schrieb TOTNHFan:

Das Phantasialand muss für sich schauen, dass es die Leute aus der Umgebung begeistert und villeicht mal den ein oder anderen Gast, der genug von Rust hat hochlockt.

Ich glaube etwas höher kann und muss der Anspruch des Parks an sich selbst schon sein. Ein Freizeitpark dieser Größe hat schon eine überregionale Bedeutung. Klar sind Coaster-Freaks aus den USA die Ausnahmeerscheinung und nicht das normale Zielpublikum, aber auch Familienurlaube machen gerne mal Abstecher in Freizeitparks in der Nähe des Urlaubsorts.

bearbeitet von UP87 (Änderungen anzeigen)

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Naja, das macht der Park doch auch. Das Phantasialand kann nicht wirklich mehr als 2 Millionen Besucher pro Jahr aufnehmen, also muss es das Profil derart schärfen und von den anderen Big Playern abgrenzen, dass die 2 Millionen Leute die dorthin fahren genau das vorfinden was sie erwartet haben. Da finde ich den Thrill-Markt gar nicht so blöd, da es spätestens mit der Eröffnung von F.L.Y. nirgends auf der Welt ein vergleichbares Angebot gibt.

 

Am ehesten fällt mir noch PortAventura mit Shambhala und Red Force ein, mit denen versucht wird USA-typische Coaster mit dem europäischen Theming-Niveau in Einklang zu bringen. Das ist aber doch nochmal was anderes als Klugheim und Rookburgh, allein weil dahinter Investoren stehen und ihre IPs promoten wollen.

 

Neben PortAventura kämpfen in meinen Augen noch der EP und Disneyland Paris um den gesamten westeuropäischen Markt. Der EP bedient einen Markt für den man ohne Ende Kapazität braucht, und Disneyland ist halt Disneyland, wenn es da bei der Buchung die Möglichkeit gäbe freiwillig noch mehr Geld zu bezahlen würden die Leute es wahrscheinlich machen. Meins ist es nicht.

 

Wirklich nachhaltig ist es natürlich nicht, wenn man Kölner Familien mithilfe von Hotel-ERT durch Thrillseeker aus Liége, Hamburg und Amsterdam ersetzen möchte, aber andererseits hätte man nie über den Märchenwald hinausgehen dürfen wenn man auf dem Gelände einen nachhaltigen Themenpark hätte errichten wollen.

bearbeitet von Fluorineer (Änderungen anzeigen)

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Mich würde die durchschnittliche Anreiseweite je Besucher interessieren. Die dürfte beim Phantasialand kürzer sein als im Europa-Park. Da man schnell wieder zuhause ist, lohnt sich eine Übernachtung weniger.

 

Und wer in Rust ist, fährt abends mal nicht eben nach Freiburg oder Straßburg, sondern bleibt im EP-Hotel. Viele PHL-Mehrtagesbesucher übernachten in Köln und fahren den kurzen Weg nach Brühl. 

 

Die Reaktion das Übernachtungserlebnis exklusiver zu gestalten, gemixt mit Parkhighlights und Abendunterhaltung im Park, ist richtig.

 

Am Ende könnte dann eine ganzjährige Parköffnung stehen - die vielleicht nicht nur an Neujahr - exklusive Öffnungstage für Hotelgäste hat.

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